Juristen glauben, absurde Gesetzeslücke gefunden zu haben: So soll jeder völlig legal schwarzfahren können

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Die "Bild"-Zeitung zitiert an diesem Wochenende aus dem wohl unmoralischsten Buch des Jahres. Titel: "Garantiert nicht strafbar". Die Autoren sind zwei aus dem TV bekannte Anwälte: Alexander Stevens und Stephan Lucas.

In ihrem Werk geben die beiden Juristen Tipps, wie man die Widersprüche und Lücken der deutschen Strafgesetze ausnutzt. Und so völlig legal Dinge tut, von denen man niemals erwartet hätte, dass sie legal sind.

Schwarzfahren etwa. Das darf man laut Lucas und Stevens ganz legal. Klingt komisch, ist aber angeblich so.

Und es ist ganz einfach, sagen die Anwälte: Man müsse nur verhindern, wegen des Straftatbestands der Leistungserschleichung verurteilt zu werden. Wie das angeblich funktionieren soll, erklärt das Video oben.

Allerdings: Die tatsächliche und gängige Rechtsprechung lässt Zweifel an der These der beiden Juristen aufkommen. Das zeigte unter anderem der Fall des 38-jährigen Silvio B. aus dem Jahr 2010.

Da urteilten Richter, die im Buch beschriebene Masche funktioniere nur mit ausdrücklicher Erlaubnis von Fahrer oder Kontrolleur. Und dass die dem Schwarzfahren zustimmen, ist eher unwahrscheinlich.

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