Dieser mexikanische Politiker postet eindrucksvolle Bilder - und zieht Trumps Pläne ins Lächerliche

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  • Ein mexikanischer Politiker hat Fotos veröffentlicht, wie er auf dem 9 Meter hohen Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko sitzt
  • Damit möchte er zeigen, wie absurd das Vorhaben von US-Präsident Trump ist, eine Mauer zu errichten

Es ist eines der markantesten Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump: eine Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko zu errichten.

Noch ist unklar, ob Mexiko für das Bauvorhaben bezahlen wird - wie Trump gerne fordert. Und ob es statt einer Mauer nicht doch ein Zaun wird.

Ein mexikanischer Kongressabgeordneter hat nun über den Kurznachrichtendienst Twitter zeigen wollen, wie absurd Trumps Phantasien einer "wunderbaren Mauer" überhaupt sind. Braulio Guerra kletterte auf den bestehenden Grenzzaun zwischen der mexikanischen Stadt Tijuana und den USA und machte dort oben ein kurzes Video.

"Unnötig und total absurd"

Der Zaun sei über neun Meter hoch, berichtet der US-Fernsehsender ABC über Guerras Aktion. Im Video sagte der Abgeordnete auf Spanisch:

"Ich konnte ihn erklimmen und mich genau hier platzieren. Es wäre einfach für mich, herunter in die USA zu springen. Das zeigt, dass es unnötig und total absurd ist, eine Mauer zu bauen."

Mit seinen Bildern hat Guerra einen eindrucksvollen Beweis für sein Urteil über Trumps Mauerbau-Pläne geliefert.

trump mauer
Quelle: Twitter/Braulio Guerra

Mehrere Fotos zeigen, wie Guerra und zwei weitere Personen auf dem Zaun sitzen.

braulio guerra
Quelle: Twitter/Braulio Guerra

40 Milliarden Dollar für Symbol-Politik?

Der Fernsehsender ABC weist darauf hin, dass kein Foto zeige, wie die Zaunstürmer tatsächlich nach oben geklettert waren. Im Netz sei deshalb der Verdacht aufgekommen, Guerra habe technische Hilfe gehabt und das Überklettern des Zauns sei gar nicht so einfach.

Trotzdem: Die Fotos zeigen, dass eine Grenzmauer illegalen Einwanderern und Drogenschmugglern nicht einfach einen Riegel vorschiebt - so wie US-Präsident Trump argumentiert.

Sollte er sein Versprechen wirklich wahrmachen und den Bau anordnen, könnte das die Amerikaner laut Schätzungen 40 Milliarden Dollar kosten. Viel Geld für ein Bauvorhaben, das am Ende nur symbolischen Charakter haben könnte - und keinen realen Nutzen.

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(pb)

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