WIRTSCHAFT
03/03/2017 12:54 CET | Aktualisiert 03/03/2017 14:50 CET

Überhöhte Gebühren für Basiskonten: Verbraucherschützer verklagen drei Kreditinstitute

BraunS via Getty Images
Gebühren für Basiskonto sind zu hoch

  • Verbraucherschützer gehen gegen die Deutsche Bank, die Postbank und eine Sparkasse vor Gericht

  • Sie klagen gegen zu hohe Gebühren bei Basiskonten

Die hohen Gebühren bei Banken sind für den einen oder anderen Kunden bereits ein Thema geworden. Jetzt schalten sich die Verbraucherschützer ein - und ziehen wegen aus ihrer Sicht zu hohen Gebühren für Basiskonten gegen drei Kreditinstitute vor Gericht.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat nach eigenen Angaben gegen die Deutsche Bank, die Postbank und die Sparkasse Holstein Klagen eingereicht.

Gericht soll entscheiden: Sind die Gebühren angemessen?

Deren Entgelte für "Jedermann-Konten" seien unangemessen - dabei sollen sie auch Obdachlosen und Flüchtlingen Zugang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen. Verbraucher müssten hier mehr zahlen als für vergleichbare Konten. Das teilte der vzbv am Freitag mit.

Die Gerichte sollen nun prüfen, ob die Gebühren angemessen sind oder nicht.

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Jeder hat das Recht auf ein Girokonto

Seit Mitte 2016 hat in Deutschland jeder Bürger Rechtsanspruch auf ein Girokonto. Es werden alle Geldhäuser verpflichtet, Menschen ohne festen Wohnsitz auf Wunsch ein Basiskonto auf "Guthabenbasis" einzurichten.

Der Konteninhaber erhält eine Bankkarte und darf Geld überweisen. Überzogen werden kann ein solches Konto nicht.

Die Gebühren sollen "angemessen" sein. Dass Basiskonten meist teurer sind als andere Kontomodelle, hält die Branche wegen des höheren Aufwands für angemessen. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe über die Klage berichtet.

Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace..

(ll)

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