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03/03/2017 09:11 CET | Aktualisiert 03/03/2017 12:24 CET

Bombendrohung in Gaggenau: Rathaus nach Evakuierung wieder freigegeben

Umit Bektas / Reuters
Der türkische Justizminister Bekir Bozdag solle am Donnerstagabend in Gaggenau reden

  • In Gaggenau hat es am Freitag eine Bombendrohung gegeben

  • Eine Bombe wurde allerdings nicht gefunden

  • Am Donnerstag hatte die Stadt den Auftritt eines türkischen Ministers abgesagt

Für das Rathaus von Gaggenau hat es am Freitagmorgen eine Bombendrohung gegeben. Die Polizei hat am Mittag schließlich Entwarnung gegeben.

Der Betrieb in der Stadtverwaltung war stillgelegt, worden die Mitarbeiter und Bürger - unter 100 Menschen - seien nach Hause geschickt worden. Auch Spürhunde sollen bei der Suche helfen, wie die Polizei mitteilte.

Auftritt des türkischen Justziministers abgesagt

Die baden-württembergische Stadt hatte am Donnerstag eine Veranstaltung mit dem türkischen Justizminister Bekir Bozdag wegen Sicherheitsbedenken gestoppt. Der Minister wollte dort am Donnerstagabend für Zustimmung bei dem Referendum über das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem werben.

Oberbürgermeister Christof Florus (parteilos) habe wegen der Geschehnisse seinen Urlaub unterbrochen und sei auf dem Rückweg nach Gaggenau, sagte Bürgermeister Michael Pfeiffer (parteilos) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aus Sorge um die Sicherheit seiner Mitarbeiter hatte er am Morgen nach einem Drohanruf von einem Handy die Stadtverwaltung räumen lassen.

Bürger mussten danach auf Behördengänge verzichten. Wegen der noch laufenden Fastnachtsferien war die Verwaltung mit weniger Personal besetzt als sonst.

gaggenau

Eine Webcam der Stadt zeigt die Absperrung am Marktplatz in der Nähe des Rathauses kurz vor 10 Uhr.

Mehr zum Thema: Die Presse lobt Gaggenau - und warnt: "Gaggenau spielt Erdogan in die Hände"

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