Amazon-Ausfall: Tippfehler legt Server lahm und damit diverse Websites

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AMAZON JEFF BEZOS
Den Web-Service von Amazon-CEO Jeff Bezos legte ein Tippfehler am Dienstag lahm | JASON REDMOND / Reuters
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  • Der Grund für den Ausfall in Amazons Web-Service-Bereich am Dienstag ist bekannt
  • Ein Tippfehler hat die Probleme ausgelöst
  • Amazon erklärt, wie man so etwas in Zukunft verhindern will

Eine Störung in Amazons Web-Service hat am Dienstag stundenlang diverse Websites beeinträchtigt. Nun ist der Grund bekannt: Ein Tippfehler löste das Chaos aus.

Ein Mitarbeiter habe bei Wartungsarbeiten etwas Speicherkapazität abschalten wollen, erklärte der Online-Händler und Cloud-Anbieter am späten Donnerstag. Durch einen fehlerhaft eingegebenen Befehl seien jedoch auf einen Schlag zu viele Server des Amazon-Speicherdienstes S3 vom Netz gegangen.

Das habe eine Kettenreaktion in anderen Systemen ausgelöst, die dadurch einen Neustart benötigten. Eines der Untersysteme verwaltete die Informationen zum Speicherort aller Dateien in der Region, was auch das Ausmaß der Probleme erklärt.

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Wie Amazon das in Zukunft verhindern will

Die Störungen dauerten rund vier Stunden. Probleme hatten unter anderem die Foto-App Snapchat, die Reise-Website Expedia, Medien-Websites wie "Buzzfeed" oder "Medium".

Nutzer berichteten auch, dass Amazons sprechende Assistenz-Software Alexa in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Auch die Amazon-Seite, auf der Störungen angezeigt werden, funktionierte nicht mehr.

Amazon ergriff Konsequenzen. Durch eine Änderung kann nun nicht mehr so viel Speicherkapazität auf einmal vom Netz genommen werden, dass die Systeme unter ein bestimmtes Funktionsniveau rutschen. Außerdem soll dafür gesorgt werden, dass die Störungsanzeige stets korrekte Informationen anzeigt.

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Weshalb die Störung so viele Seiten beeinflusste

Viele Start-ups und auch etablierte Unternehmen holen sich Rechenleistung bei Amazons Cloud-Sparte AWS mit dem Speicherdienst S3. Deswegen sind Ausfälle oft weit spürbar.

Zuletzt hatte eine größere Störung 2015 unter anderem Netflix und den Wohnungsvermittler Airbnb ausgebremst.

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(ll)