Kino im März: "Logan", "Moonlight" bis "Die Schöne und das Biest" - das sind die Highlights

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Über 25 Jahre ist es her, seit die Schöne und das Biest als Zeichentrickfiguren miteinander tanzten

Nach den Oscars geht das Kinojahr 2017 erst so richtig los. Alleine der März hat so viele Highlights zu bieten, dass Filmfans jede Woche mindestens einmal an den Ticketschalter rennen sollten. Den Auftakt macht der Abschied eines müden Kriegers, ehe ein Riesenprimat die Welt den Atem raubt. Zauberhaft wird es Mitte März, wenn eine junge Frau das Herz eines Biests erweicht. Zum Abschluss lassen "Life" und "Ghost In The Shell" dann noch die Herzen von Sci-Fi-Fans höher schlagen.

"Logan", 2. März

Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus in "Logan": Ein von den Spuren unzähliger Schlachten gezeichneter Wolverine (Hugh Jackman) setzt alles daran, den ebenfalls schwer mitgenommenen Professor X (Patrick Stewart) in einem Versteck nahe der mexikanischen Grenze zu beschützen. Doch das selbsterwählte Leben im Exil des raubeinigen Mutanten ändert sich schlagartig, als ein junges Mädchen in sein Leben tritt. Schnell entwickelt sich eine Vater-Tochter-Beziehung zwischen den beiden, für die Logan bereit ist, alles aufzugeben.

Einschätzung:

Mit ganz viel Nostalgie werden Fans des Comic-Helden Wolverine in diesen Film gehen. Schließlich macht darin Jackman endgültig Schluss mit seiner Rolle als der wohl beliebteste Mutant der "X-Men". Der Trailer verspricht bereits, dass "Logan" wesentlich düsterer sein wird, als es bei den Vorgängern der Fall war. Für die eine oder andere Träne dürfte wohl gesorgt sein.

"Kong: Skull Island", 9. März

In "Kong: Skull Island" soll ein Wissenschaftlerteam eine noch gänzlich unerforschte Insel im Pazifik untersuchen. Binnen kürzester Zeit wird ihnen klar, welch unglaubliche und gefährliche Monstren auf der Insel leben. Ohne es zu ahnen, sind sie in das Revier des gigantischen Affen Kong eingedrungen. Fernab ihrer Heimat kommt es zur ultimativen Schlacht zwischen Mensch und Natur.

Einschätzung:

Da ist er wieder, der berühmteste Riesenaffe der Kinogeschichte. Erstmals sorgte er 1933 für Angst und Schrecken, zuletzt bannte ihn Peter Jackson 2005 auf Film. Was für die neueste Version "Kong: Skull Island" spricht, ist der überragende (und oscarprämierte) Cast. Die weibliche Hauptrolle übernimmt Brie Larson, auch Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson und John Goodman sind mit von der Partie. Sollte es der Film schaffen, seinen Helden und seinen Monstern genug Tiefe zu verleihen, könnte hier ein erster Action-Kracher des Jahres in den Startlöchern stehen.

"Moonlight", 9. März

"Moonlight" erzählt die Geschichte des jungen Afro-Amerikaners Chiron (Alex R. Hibbert). Zwar wächst er in Miami auf, mit dem dort typischen Glamour hat sein Leben aber gar nichts zu tun. Seine Mutter ist schwer crackabhängig, er selbst sehnt sich einfach nur nach einem bisschen heile Welt. Einfacher wird sein Leben allerdings nicht, als er entdeckt, dass er homosexuell ist und in Person eines Schulkameraden die vermeintlich große Liebe findet.

Einschätzung:

Klassisches Popcorn-Kino sieht anders aus, dass muss sich jeder bewusst machen, der ein Ticket für "Moonlight" lösen will. Das Drama, das bei den Oscars als bester Film ausgezeichnet wurde, ist sehr schwere Kost. Aber eben auch ungemein eindringlich und exzellent gespielt und daher für alle einen Blick wert, die schwere Thematiken nicht scheuen.

"Die Schöne und das Biest", 16. März

Die kluge und wunderschöne Belle (Emma Watson) lebt mit ihrem leicht exzentrischen Vater Maurice (Kevin Kline) ein harmonisches Leben. Einzig der liebestolle Dorfschönling Gaston geht ihr auf die Nerven. Als ihr Vater auf einer Reise in die Gefangenschaft eines Ungeheuers gerät, bietet Belle einen folgenschweren Tausch: um das Leben ihres Vaters zu retten, ist sie bereit, im Schloss des Biests zu leben und ihm Gesellschaft zu leisten. Lange dauerte es nicht, und zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche und innige Freundschaft.

Einschätzung:

Was muss man noch zu Disneys bezaubernder Geschichte "Die Schöne und das Biest" sagen? Der Zeichentrick-Klassiker von 1991 fehlt in keiner guten DVD-Sammlung und begeistert noch heute Alt und Jung. Ob die Realverfilmung mit Emma Watson als Belle in über 25 Jahren einen ähnlichen Stellenwert haben wird, ist schwer zu beantworten. Nostalgie, das versprechen bereits die Trailer, ist aber mehr als sicher.

"Life", 23. März

Ein Forschungsteam auf einer internationalen Raumstation macht eine schier bahnbrechende Entdeckung. Die Frage, ob es außer uns noch anderes Leben im Universum gibt, können sie nach einem unglaublichen Fund bejahen. Doch das sechsköpfige Team muss schnell feststellen, dass es sich bei der Lebensform um einen sich rapide entwickelnden Organismus handelt, der mal eben den Mars von jedweden Leben befreit hat. Und auch die Erde ist in Gefahr...

Einschätzung:

Natürlich kommt einem sofort der Sci-Fi-Klassiker "Alien" in den Sinn, wenn man den Trailer zu "Life" sieht. Beide Filme verbinden das Genre mit Horroreinflüssen, auch "Life" wird daher für erhöhten Pulsschlag sorgen. Anders als Ridley Scotts Meisterwerk aus dem Jahr 1979, wird der Film von Daniel Espinosa wesentlich mehr Hochglanz im Weltall bieten, ähnlich dem kürzlich erschienenen "Passengers". Wollen wir hoffen, dass das die einzige Parallele sein wird...

"Ghost In The Shell", 30. März

Die Agentin Kusangi (Scarlett Johansson) ist halb Mensch, halb Androide. Sie will den mysteriösen "Puppet-Master" stellen, der sich in die Gehirne ahnungsloser Menschen einhacken kann und so deren Gedächtnis manipuliert. Gemeinsam mit einem fast komplett menschlichen Polizisten namens Batou (Pilou Asbæk) ist sie dem Verbrecher auf der Spur, muss aber bald schon feststellen, dass sie einen weit größeren und mächtigeren Feind zu bekämpfen hat.

Einschätzung:

Das japanische Anime-Vorbild mit dem gleichen Titel gilt unter Genre-Kenner als absoluter Kult. Dementsprechend argwöhnisch wurde die Entscheidung befunden, dass mit Scarlett Johansson eine Amerikanerin in die Rolle der Hauptfigur schlüpfen würde. Die ersten Trailer zu "Ghost In The Shell" besänftigten aber viele Kritiker und die Vorfreude stieg. Wer eine abgefahrene Sci-Fi-Welt sehen will, sollte sich diesen Film vormerken.

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