Russland-Beziehungen: US-Justizminister Jeff Sessions erklärt sich für befangen

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JEFF SESSIONS
US-Justizminister tritt wegen Verbindungen nach Russland von seinem Amt zurück | Kevin Lamarque / Reuters
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  • Trumps Justizminister Jeff Sessions will sich nicht an Ermittlungen um russische Wahlbeeinflussung beteiligen
  • Er erklärte sich am Donnerstag für befangen
  • Am Mittwoch waren Vorwürfe gegen ihn publik geworfen: Sessions habe über seine Beziehungen zu Russland gelogen

US-Justizminister Jeff Sessions hält sich wegen Befangenheit aus den Ermittlungen zu einem möglichen russischen Einmischungsversuch in die US-Präsidentschaftswahl heraus. Das teilte Sessions am Donnerstag in Washington mit.

Der Minister steht in der Kritik, weil er noch vor seiner Amtseinführung zweimal Kontakt zum russischen Botschafter in den USA hatte, dies aber in seiner Anhörung vor dem Senat explizit verneinte.

Die Demokraten in Senat und Abgeordnetenhaus riefen den Minister zum Rücktritt auf. US-Präsident Donald Trump sprach Sessions hingegen sein Vertrauen aus.

FBI ermittelt wegen russischer Einmischung in die US-Wahl

Auf der Pressekonferenz gab Sessions zu, dass er sich mit dem russischen Botschafter für die USA getroffen habe. "Wir redeten über Terrorismus", sagte Sessions. Auch um die Ukraine sei es gegangen. Das Gespräch sei aber sehr allgemeiner Natur gewesen. "Ich erinnere mich nicht an spezifische Politikdiskussionen", so Sessions.

Das Justizministerium und die Bundespolizei FBI - dem Sessions inzwischen als Justizminister und Generalbundesanwalt vorsteht - ermitteln wegen möglicher russischer Einmischungsversuche in die US-Präsidentenwahl. Amerikanische Geheimdienste machen Russland für eine Reihe von Hackerangriffen im Wahlkampf verantwortlich.

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(mf)

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