Das denken die Deutschen über Schulz' Pläne für die Agenda 2010

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MARTIN SCHULZ
Former European parliament president and candidate for Chancellor of Germany's social democratic SPD party Martin Schulz speaks during his party's political Ash Wednesday meeting in Vilshofen, southern Germany, on March 1, 2017. / AFP / UWE LEIN (Photo credit should read UWE LEIN/AFP/Getty Images) | UWE LEIN via Getty Images
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  • SPD-Kanzlerkandidat Schulz möchte Änderungen an der Agenda 2010 vornehmen
  • Eine Mehrzahl der Deutschen hält dies für richtig

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte angekündigt, Fehler bei der Agenda 2010 des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) korrigieren zu wollen.

Damit handelte er sich viel Kritik ein - doch offenbar hat er bei dieser Forderung einen Großteil der Deutschen hinter sich.

Die Mehrheit spricht sich für Änderungen an der Agenda 2010 aus. Das berichtet die "Bild"-Zeitung mit Verweis auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa.

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich Änderungen

Demnach fänden 51,5 Prozent der Deutschen Änderungen an der Agenda 2010 gut. Nur jeder Vierte (23,9 Prozent) spricht sich dagegen aus. Besonders groß ist die Zustimmung bei den Wählern der SPD (80,2 Prozent dafür, 6,9 Prozent dagegen), aber auch bei Wählern der Linken (62 Prozent dafür, 5,6 Prozent dagegen) und der Grünen (55,1 Prozent dafür, 6,4 Prozent dagegen).

Mehrheitlich abgelehnt wurde die Rücknahme von Teilen der Agenda 2010 von Wählern der Union (27,7 Prozent dafür, 44 Prozent dagegen) und der FDP (34 Prozent dafür, 44 Prozent dagegen).

Die Wählerschaft der AfD (37,9 % zu 33,8 %) ist in dieser Frage gespalten.

Union und Wirtschaftsverbände kritisieren Schulz

Schulz hatte gefordert, das Arbeitslosengeld I für Ältere länger auszuzahlen. Ein genaues Konzept hat er aber noch nicht vorgelegt. Wirtschaftsverbände und die Union werfen Schulz vor, den Erfolg der deutschen Wirtschaft zu gefährden.

Schulz verteidigte sein Vorhaben: Bei der Aschermittwochsveranstaltung der SPD in Vilshofen sagte er, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stehe nicht auf dem Spiel, wenn ein Betroffener ein Jahr länger Arbeitslosengeld erhalte und in dieser Zeit weiterqualifiziert werde.

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(mf)

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