Ein Kind wird vom Auto angefahren - dann greifen zwei Männer die Einsatzkräfte an

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POLICE GERMANY
Nach einem Unfall eines Kindes, wurden Polizisten von zwei Männern angegriffen (Symbolbild) | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • Ein Kind wird von einem Auto angefahren
  • Angehörige bedrohen die Einsatzkräfte
  • Rund 20 Menschen gaffen

Angriffe auf Einsatzkräfte schockieren. Gerade, wenn die Helfer versuchen einen kleinen Jungen zu versorgen. Doch genau das ist jetzt in Castrop-Rauxel geschehen. Das berichtet die lokale Plattform "Der Westen".

Der siebenjährige Junge hat mit anderen Kindern zwischen parkenden Autos gespielt - und rannte auf die Straße. Ein Autofahrer sah das Kind zu spät und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Junge wurde angefahren und verletzt, aber nicht lebensbedrohlich. Das meldet die Polizei.

Zwei junge Männer beschimpften die Polizisten

Die Polizei und Rettungskräfte wurden alarmiert. Während die Helfer ihrer Arbeit nachgingen, eilten auch Nachbarn zur Unfallstelle. Darunter auch Angehörige des Jungen.

Zwei junge Männer waren besonders aggressiv und griffen die Polizeibeamten an. Auch wenn Medien schreiben, die Männer seien mit dem kleinen Unfallopfer verwandt - die Polizei bestätigte dies dem "Westen" nach nicht.

Trotzdem: "Sie waren aufgebracht und wollten wissen, wer das Kind angefahren hätte“, sagt Polizeisprecherin der Zeitung. Die 17 und 21 Jahre alten Männer versuchten zudem zu dem Jungen zu gelangen, der noch von den Sanitätern behandelt wurde.

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Weil solch aufgebrachte Menschen eine Versorgung erschweren, wollten die Beamten aber genau das verhindern - und die Männer lieber weiter beruhigen. Ohne Erfolg. Die zwei Erwachsenen sollen der Polizeimeldung zufolge sogar auf die Polizisten mit den Fäusten eingeschlagen haben.

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Beamte riefen Verstärkung, Junge musste ins Krankenhaus

Die Beamten fesselten daraufhin die beiden Störer und nahmen die Männer kurzzeitig in Gewahrsam. Sie müssen wohl nun mit einer Anzeige wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt rechnen.

Weil sich die Stimmung aber auch unter den Gaffern aufheizte, riefen die Beamten Verstärkung. Gemeinsam konnten sie die Menschen beruhigen.

Der kleine Junge musste für eine Nacht zur Beobachtung ins Krankenhaus, meldet die Zeitung.

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(ame)

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