Trumps Kongress-Rede: Mit dieser Ansprache überraschte er alle

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DONALD TRUMP
WASHINGTON, DC - FEBRUARY 28: U.S. President Donald Trump addresses a joint session of the U.S. Congress on February 28, 2017 in the House chamber of the U.S. Capitol in Washington, DC. Trump's first address to Congress focused on national security, tax and regulatory reform, the economy, and healthcare. (Photo by Chip Somodevilla/Getty Images) | Chip Somodevilla via Getty Images
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  • US-Präsident Trump hat am Dienstagabend erstmals vor dem Kongress gesprochen
  • Anders seine bisherigen Ansprachen, wirkte diesmal die Rede wirkte professionell und versöhnlich

Diese Rede könnte die wichtigste seiner Amtszeit gewesen sein. US-Präsident Donald Trump hat vor dem US-Kongress seine politischen Pläne offengelegt.

Lesen Sie hier die Rede im Minuten-Protokoll:

04:09 Uhr: Trump schließt poetisch ab

Der US-Präsident ruft die Abgeordneten und alle Zuhörer auf, "große Träume" zu haben und "an sich zu glauben". "Gott schütze Amerika", waren seine letzten Worte.

Insgesamt war es jedoch eine eher versöhnliche Rede. Es war ein ganz anderer Trump als der, der noch vor einigen Tagen bei einer Pressekonferenz wild gegen Medienvertreter gepöbelt hatte.

04:05 Uhr: Der US-Präsident spricht sich für die Nato aus

Der US-Präsident unterstützt die Nato. Also doch! Er ergänzt jedoch: Er werde die USA repräsentieren und nicht die Welt. Glück gehabt, mag sich mancher denken.

04:03 Uhr: Minutenlange Standing Ovations...

...bekommt dann die Witwe eines verstorbenen Navy Seals – und zwar von beiden Parteien. Trump erklärt, die Zuwendungen für Veteranen erhöhen zu wollen.

03:56 Uhr: Trump zollt Polizisten Respekt, die gegen Gangkriminalität kämpfen

"Wir müssen mit, MIT, und nicht gegen die Frauen und Männer der Polizei kämpfen" betont Trump.

Ganz besonderen Respekt zollt Trump zwei Sheriffs, die "Opfer von Verbrechen, die Migranten verübt haben", geworden waren. Sie seien "durch illegale Einwanderer abgeschlachtet worden", erklärt Trump unverhüllt. Die Witwen sitzen im Publikum.

03:47 Uhr: Trump fordert neues Bildungsgesetz

Trump präsentiert Megan Crowley, die eine seltene Krankheit überlebt hat – und eine schwarze Schülerin aus einer armen Familie, die es geschafft hat, durch die Unterstützung der Regierung eine gute Ausbildung zu erhalten. Jetzt mache sie einen Master in Sozialer Arbeit.

Für Trump Beispiele, wie es immer laufen sollte. Er will ein Bildungsgesetz, das auch Latinos und Afroamerikanern helfe, die derzeit keine Chancen bekämen.

03:44 Uhr: Die Republikaner müssen langsam Muskelkater haben...

... so oft wie sie aufstehen, um Trump für seine Aussagen Respekt zu zollen.

03:39 Uhr: Trump fordert den Kongress auf, Obamacare zurückzunehmen

Der US-Präsident will Reformen, die einen breiteren Zugang zum Gesundheitssystem ermöglichen und Kosten reduzieren.

Auch die Demokraten sollen ihn im Kampf gegen das "Desaster" Obamacare helfen, fordert Trump. Ein erbostes Raunen geht durch den Saal. Einige Demokraten gehen noch einen Schritt weiter...

03:38 Uhr: Wenn Trump drei Mal klopft...

Trump klopft auf sein Podium, auf einmal stehen die Republikaner auf. Das sieht fast einstudiert aus.

03:34 Uhr: Trump kündigt Reformen bei der Zuwanderung an

Trump will das "System zur legalen Migration" reformieren. Er nennt Kanada und Australien als Beispiele, erklärt deren Systeme so: Die, die in ein Land einwandern wollen, müssen wirtschaftlich für sich selbst sorgen können.

03:31 Uhr: Jetzt spricht Trump über Zahlen

Trump fasst die Lage der USA zusammen: Hoch verschuldet, ein riesiges Handelsdefizit, 43 Millionen Amerikaner sind auf Essensmarken angewiesen, einer von fünf Amerikanern im besten Arbeitsalter hat keinen Job. Paul Ryan nickt im Hintergrund andächtig.

Trump will bessere Handelsverträge, Jobs wieder in die USA zurückholen und ausländischen Unternehmen den Zugang zum amerikanischen Markt erschweren.

03:27 Uhr: Kampf gegen den IS

Das Verteidigungsministerium arbeite an einem Plan, wie der IS besiegt werden kann, erklärt Trump einmal mehr. Als er über den IS spricht, erwähnt Trump auch den Anschlag in Deutschland. Schweden ist dieses Mal nicht dabei.

03:22 Uhr: Trump und das Migrationsgesetz

Trump spricht über die Grenzsicherheit: "Wir wollen, dass alle Amerikaner erfolgreich sind, aber das geht nicht in einem gesetzlosen Chaos." Deshalb werde die USA schon bald die Konstruktion einer "großen, großen Mauer an der südlichen Grenze" beginnen.

Applaus bei den Republikanern, Aufregung bei den Demokraten.

Trump fragt seine Kritiker "Was würden Sie den amerikanischen Familien sagen, die ihren Job verloren oder ihr Leben, weil wir die Grenze nicht gesichert haben?"

So langsam ist die Hoffnung auf eine "heiterere Rede" dahin.

03:15 Uhr: Endlich: "Make America great again"

Trump scheint zu seinem gewohnten Duktus zurückzufinden. Er spricht über "die tapferen Soldaten", Militärausgaben, den Kampf gegen die "schreckliche Drogenepidemie" und sein Infrastrukturprogramm.

Und auch das erste Mal: "Make America great again". Dann nennt Trump alle Unternehmen, die seit seiner Amtseinführung versprochen haben, Millionen in den USA zu investieren und Jobs zu schaffen.

Einige seiner Beispiele sind zweifelhaft.

03:12 Uhr: "Ich sende eine Botschaft der Einigkeit und der Stärke"

"Ich sende eine Botschaft der Einigkeit und der Stärke", sagt Trump. Sie komme tief aus seinem Herzen, so Trump. Der Präsident fragt: "Wie sieht das Land aus, das wir unseren Kindern hinterlassen?"

Schon jetzt eine sehr untypische Trump-Rede.

03:10 Uhr: Donald Trump begrüßt die Anwesenden...

... als er die First Lady anspricht, geht tobender Applaus durch die Reihen. Als erstes spricht er dann über den "Black History Month" und Angriffe auf jüdische Gemeinden in den USA.

"Wir sind ein Land, das zusammen darin steht, Hass und Gewalt in allen seinen widerlichen Formen zu verachten", so Trump ungewohnt staatsmännisch.

03:05 Uhr: Donald Trump betritt den Saal

Der US-Präsident betritt den Saal und wird mit Klatschen empfangen. Es geht los.

02:50 Uhr: Einladungen von Gästen setzten politischen Zeichen

Der Präsident und First Lady Melania haben für den Auftritt eine Reihe von Gästen eingeladen. Darunter sind zwei Witwen von Polizisten, die 2014 von einem Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung getötet wurden, sowie der Vater eines Mannes, der 2008 von einem mutmaßlichen Gangmitglied erschossen wurde.

Aber auch die Demokraten bringen Begleiter mit - und setzen damit Zeichen gegen Trumps Politik. Zwei Mitglieder des Repräsentantenhauses haben die Kinder einer Frau eingeladen, die vor wenigen Wochen nach Mexiko abgeschoben wurde, nachdem Trump ein Dekret zum härteren Vorgehen gegen illegale Einwanderer unterschrieben hatte.

Die Senatorin Tammy Duckworth wird von einem irakischen Dolmetscher begleitet, der für das US-Militär gearbeitet hat. Trump hatte Ende Januar ein Einreiseverbot für Menschen aus mehrheitlich islamisch geprägten Ländern erlassen - darunter war auch der Irak.

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(mf)

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