Forscher finden heraus: Mit dem "goldenen Trio" kommen Frauen am häufigsten zum Orgasmus

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Neue Studie zeigt: Mit diesen drei Schritten kommen Frauen zum Orgasmus | istock/shironosov
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Der weibliche Orgasmus ist – zumindest für die meisten Männer - ein Mysterium. Das 'starke Geschlecht' denkt offenbar immer noch mehrheitlich, dass Frauen durch pure Penetration zum Höhepunkt kommen.

Dem ist - Überraschung - nicht so. Ein Team von US-Forschern will jetzt aber den besten Weg gefunden haben, wie eine Frau das Bett auch vollkommen befriedigt verlässt. Und der heißt: "Goldenes Trio" - eine Mischung aus leidenschaftlichem Küssen, Stimulation der Genitalien und Oral-Sex.

Das "Goldene Trio" - dieser Euphemismus ist bei dem für Männer unangenehmen Thema weiblicher Orgasmus wohl nötig - erhöht die Chance, dass eine Frau kommt.

Für die Studie, die in der Fachzeitschrift "Archives of Sexual Behaviour" veröffentlicht wurde, haben die Wissenschaftler die Daten von 52.000 Teilnehmern zwischen 18 und 65 ausgewertet.

Homosexuelle Frauen kommen öfter als heterosexuelle

Das Besondere an der Studie: Nicht nur der Unterschied zwischen den Geschlechtern wurde untersucht, sondern auch der zwischen verschiedenen Sexualitäten. Denn es haben mehr als 2000 Schwule, Lesben und Bisexuelle teilgenommen.

Und die wurden unter anderem gefragt, wie oft sie beim Sex einen Höhepunkt haben. Die Orgasmus-Könige sind kaum verwunderlich heterosexuelle Männer: 95 Prozent von ihnen kommen immer oder fast immer zum Höhepunkt.

"Verlierer" im Abstauben von sexuellen Höhepunkten sind - auch kaum überraschend - heterosexuelle Frauen. Nur 65 Prozent kommen regelmäßig oder immer beim Sex.

Schwule Männer kommen immerhin auf 89 Prozent, 86 Prozent der lesbischen Frauen haben eine erfüllte Orgasmusquote, 88 Prozent der bisexuellen Männer und 66 Prozent der bisexuellen Frauen.

Überraschend ist wohl nicht, dass Männer es leichter haben ein Orgasmus-erfülltes Sexleben zu führen als Frauen. Sondern dass besonders heterosexuelle Frauen unbefriedigt aus dem Bett steigen - lesbische Frauen aber offenbar weitaus häufiger einen sexuellen Höhepunkt erleben.

30 Prozent der Männer glauben, Penetration sei der beste Weg

Da bestätigt sich also, was wir heterosexuellen Frauen schon lange geahnt haben: Die Männer sind schuld. Und vielleicht die Orgasmus-durch-Penetrations-Lüge.

Und die vorangegangenen Sexualpartnerinnen, die lieber einen Orgasmus vorgetäuscht haben, als einmal Klartext zu reden. Und den Mann in dem Irrglauben gelassen haben, dass es so einfach sei: Kommst du, komm ich. Das ist es aber nicht.

30 Prozent der Männer glauben immer noch, dass Vaginal-Sex allein der beste Weg ist, um die Partnerin in Ekstase zu versetzen. Die traurige Wahrheit: Nur 35 Prozent der Frauen kommen immer oder regelmäßig nur durch Penetration, 44 Prozent hingegen nie oder äußerst selten.

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Dafür haben 80 Prozent der heterosexuellen und 91 Prozent der lesbischen Frauen immer oder regelmäßig einen Orgasmus durch die Kombination von Stimulation der Genitalien, Oral-Sex und Küssen. Komplett ohne vaginalen Sex.

Frauen wissen das im Gegensatz zu Männern und haben deshalb mehr Einfühlungsvermögen für ihre Sexualpartnerin. So die These der Forscher.

Mehr zum Thema: Eine Forscherin glaubt herausgefunden zu haben, wozu der weibliche Orgasmus wirklich dient

"Ich liebe dich" spielt keine Rolle

Was hingegen keine Rolle für den weiblichen Orgasmus spielt. ist das wohl eher durch kitschige Hollywood-Romanzen hervorgerufene Klischee von Musik oder "Ich liebe dich"-Sagen während dem Sex.

Und dann ist da ja noch die "Fake-Orgasm"-Geschichte, die natürlich ein Problem ist. Wenn die Frau so tut, als hätte sie befriedigenden Sex, wird sich auch nichts ändern - wie sollte es auch.

Auch hier bringt die neue Studie noch einmal Licht ins Dunkel: Während 41 Prozent der heterosexuellen Männer angaben, dass ihre Partnerinnen immer einen Orgasmus beim Sex haben, bejahten diese Aussage nur 33 Prozent der heterosexuellen Frauen.

Aber es gibt eine Lösung für all diese Probleme: Gespräche. "Explizite und direkte Kommunikation mit dem Partner ist der Schlüssel", raten die Forscher.

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(ll, lk)

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