Alle sprechen über die "La La Land"-Panne – doch der größte Oscar-Skandal blieb unbemerkt

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Es war DER Skandal der Oscar-Nacht: Beim letzten Preis der Gala, der Königskategorie bester Film, wurde zunächst das Musical "La La Land" fälschlicherweise als Gewinner verkündet.

Schauspieler Warren Beatty und Schauspielerin Faye Dunaway gaben das Filmmusical von Damien Chazelle als Sieger bekannt. Doch dann wurde diese Aussage korrigiert: Das Drama "Moonlight" hat den Preis als bester Film gewonnen.

Auch knapp zwei Tage nach dem Vorfall reden noch alle über den üblen "La La Land“-Patzer. Dabei ging ein zweiter skandalöser Fehler während der Übertragung völlig unter. Die meisten bemerkten ihn nicht einmal (auch oben im Video).

Beim traditionellen Gedenkvideo, das die verstorbenen Hollywood-Persönlichkeiten des vergangenen Jahres ehren soll, verwendeten die Macher ein falsches Bild – und zeigten so eine noch lebende Filmgröße.

Neben Prince, Alan Rickman und Carrie Fischer sollte der emotionale Film auch die australische Kostümdesignerin Janet Patterson zeigen, die im Alter von 60 Jahren verstorben war.

Viermal hatte Patterson eine Oscar-Nominierung für ihre Kostüme erhalten, unter anderem für den Film "Das Piano“. Doch ihr Gesicht hatte man sich bei der Academy wohl dennoch nicht eingeprägt.

patterson

Statt Patterson zeigten die Macher des Films deren Kollegin und Freundin Jan Chapman.

Die zeigte sich gegenüber dem amerikanischen "Variety“-Magazin "am Boden zerstört". "Es ist sehr enttäuschend, dass dieser Fehler nicht bemerkt wurde", sagte sie. Ihre Freundin sei immerhin "eine große Schönheit und eine vierfache Oscar-Nominierte gewesen".

Chapman stellte klar: "Ich bin noch lebendig und immer noch eine aktive Produzentin."

Doch hinter dem skandalösen Patzer steckt offenbar ein häufig auftretender Irrtum. Viele Medien zeigten bereits im Herbst vergangenen Jahres, als der Tod Pattersons bekannt wurde, ein Bild von Chapman.

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(ks)

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