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28/02/2017 10:21 CET | Aktualisiert 28/02/2017 10:28 CET

"Läuft aus dem Ruder": Martin Schulz fordert Union auf, Managergehälter zu begrenzen

Fabrizio Bensch / Reuters
Martin Schulz: "Brauchen gesetzliche Regelung, die Gehaltsexzessen einen Riegel vorschiebt."

  • Die SPD will die Managergehälter begrenzen

  • Nun fordert Schulz eine Zustimmung der Union zu einer gesetzlichen Regelung

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz pocht auf die Zustimmung der Union zu einer gesetzlichen Begrenzung von Managerbezügen.

"Wenn ein Manager 200-mal so viel verdient wie ein Angestellter, verletzt das das Gerechtigkeitsgefühl der Leute. Da ist etwas aus dem Ruder gelaufen", erklärte Schulz der "Passauer Neuen Presse".

"Wir brauchen eine gesetzliche Regelung, die Gehaltsexzessen in den Vorstandsetagen der DAX-Konzerne einen Riegel vorschiebt. Das sagen mir übrigens auch viele Mittelständler, die keine Lust haben, für die Übertreibungen in einzelnen Konzernen in Mithaftung genommen zu werden."

Union soll klar Stellung beziehen

Die SPD-Bundestagsfraktion hatte letzte Woche einen Entwurf präsentiert, der unter anderem eine von Aufsichtsrat und Hauptversammlung gebilligte Höchstgrenze für die Gehälter von Top-Managern vorsieht. Schulz fordert die Union auf, hier klar Position zu beziehen.

„Wir haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, CDU und CSU müssen jetzt Farbe bekennen“, so der Kanzlerkandidat. "Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass sich die Union intern auf eine Linie einigt – da gibt es gegenwärtig ja ein breites Meinungsspektrum."

Tatsächlich können sich auch in der Union einige Politiker für den Vorschlag der SPD begeistern. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeld sagte, dass die Partei den SPD-Vorschlag prüfen werde.

(ben)

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