VW senkt Bossen die Rente

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VOLKSWAGEN MUELLER
VW senkt Bossen die Rente | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • Die Betriebsrente der VW-Vorstände wird gekürzt
  • Vergangene Woche wurde schon bekannt, dass die Boni der Manager gekürzt werden

Der Abgasskandal und die weiter hitzige Diskussion über Managergehälter: Den VW-Bossen kommen sie teuer zu Stehen. Wie die "Bild“ aus Konzernkreisen erfuhr, kürzt der Automobilhersteller nach den Boni nun auch die Betriebsrente der Vorstände.

Demnach werde das Unternehmen in Zukunft nur noch 40 Prozent statt 50 Prozent des Grundgehalts in die Betriebsrente neuer VW-Bosse einzahlen.

"Bild“ berichtet zudem, auch die Rente für Vorstände mit alten Verträgen werde sich trotz des jetzt höheren Grundgehalts nicht erhöhen. Etwa der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller hat einen solchen Vertrag, er hat derzeit laut "Welt“ einen Pensionsanspruch von 56 Prozent.

Wie Medien übereinstimmen berichten, haben andere VW-Vorständen, etwa China-Vorstand Jochem Heizmann und Einkaufschef Francisco Garcia Sanz, gar Anspruch auf 70 Prozent des Grundgehalts.

Aber: Die Rentenzusage berechne sich auch i Zukunft an alten Gehältern, nicht an den erhöhten neuen, wie es viele Medien in Vergangenheit suggeriert hatten.

Die "Bild“ zitiert aus VW-Kreisen: "Die Vorwürfe, dass sich die Vorstände über die Rente die Millionen wiederholen, die ihnen im neuen Vergütungssystem verloren gehen, sind absoluter Unsinn.“

In Vergangenheit hatte besonders die Rente des VW-Skandalmanagers Martin Winterkorn für Aufregung gesorgt. Nach einem Medienbericht stehen Winterkorn monatlich rund 93.000 Euro zu – und das, obwohl Winterkorn das Unternehmen im Manipulationsskandal in schwere Bedrängnis gebracht hatte.

(ks)

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