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27/02/2017 14:54 CET

Peinliche Oscar-Panne: Das Netz und die Promis laufen Sturm

AMPAS/AdMedia/ImageCollect
Warren Beatty (r.) entschuldigt sich im Beisein von Moderator Jimmy Kimmel für die Oscar-Panne

Die 89. Academy Awards gehen mit der wohl größten Panne der Preisverleihung in die Geschichte ein. Die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway verkündeten in der Königskategorie "Bester Film" zunächst den falschen Gewinner. Große Verwirrung herrschte nicht nur auf der Oscar-Bühne, sondern auch in den sozialen Netzwerken um den Globus. Was war passiert? Wie reagierte das Netz? Und was sagen die Promis zu diesem Wahnsinns-Fauxpas, der zum Gesprächsthema Nummer eins wurde.

Eine große Live-Panne

Den Soundtrack zum Oscar-prämierten Musical "La La Land" können Sie sich hier holen

Warren Beatty und Faye Dunaway betraten gemeinsam die Bühne des Dolby Theatre um den letzten Goldjungen der Oscar-Nacht zu vergeben. Nach einer gefühlten Ewigkeit nach dem Öffnen des Umschlags, hieß es, "La La Land" habe gewonnen. Doch während die Dankesrede der Macher des Musicals noch im vollen Gange war, wurde es plötzlich chaotisch auf der Bühne. "Das ist kein Scherz, 'Moonlight' hat gewonnen", sagte schließlich "La La Land"-Produzent Jordan Horowitz und hielt den Umschlag als entsprechenden Beweis in die Kamera. Warren Beatty trat schließlich noch einmal ans Mikrofon und erklärte, er wollte keinen Scherz machen.

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Auf dem Zettel im Umschlag sei "Emma Stone, 'La La Land'" gestanden, weswegen er so lange innegehalten habe. Und wie TV-Aufnahmen tatsächlich zeigen, hielt Faye Dunaway den Umschlag mit der Aufschrift "Beste Hauptdarstellerin" in der Hand. Den beiden Präsentatoren wurde hinter den Kulissen das falsche Kuvert übergeben. PricewaterhouseCoopers, das Unternehmen, das für die Umschläge verantwortlich ist, entschuldigte sich bereits in einem öffentlichen Statement. "Wir untersuchen derzeit, wie dies passieren konnte, und bedauern zutiefst, dass dies geschehen ist", heißt es darin.

Das Gesprächsthema Nummer eins

Moderator Jimmy Kimmel verkündete bereits auf der Bühne, dass er alle Schuld auf sich nehme und die Verleihung nicht noch einmal moderieren werde. Hinter den Kulissen soll er erklärt haben, er müsse umgehend, herausfinden, was geschehen sei, da ihm fortan jeder danach fragen werde. Emma Stone, die den Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" gewonnen hatte, erklärte im Presseraum wiederum, dass sie ihren Sieg-Umschlag nicht aus der Hand gegeben habe. Es werden jedoch Duplikate angefertigt. "Ein seltsames Geschehen für die Geschichte der Oscars", so die 28-Jährige.

Naomie Harris, die für "Moonlight" als "Beste Nebendarstellerin" nominiert war, erklärte auf dem Governor's Ball gegenüber "People": "Es war wirklich surreal. Ich ging auf die Bühne und hatte diesen seltsamen Ausdruck im Gesicht, der fragte: 'Was passiert gerade?'" Sie habe gezittert und gedacht, es sei ein Scherz.

Das Netz hat Spaß

Im Netz machten sich gleich mehrere Hashtags breit: "Envelopegate" "EpicFail" sowie "OscarFail2017". Schauspieler Billy Crystal twitterte in Anspielung auf die Präsidentenwahl: "Großartiges Ende. Ich wünschte, das wäre auch bei der Wahl passiert." Auch Seth MacFarlane ließ sich einen Seitenhieb auf Trump nicht nehmen: "Wisst ihr, was das Problem ist - Millionen von Academy-Mitgliedern haben illegal gewählt." Schauspieler Emile Hirsch schrieb via Twitter hingegen: "Ich frage mich langsam, ob ich nicht doch für 'Into The Wild' nominiert war."

Etliche Twitter-User brachten Steve Harvey mit ins Spiel, der bei der Wahl zur Miss Universe im Dezember 2015 die falsche Gewinnerin verkündet hatte. "Steve Harvey muss nach dem Ende der Oscars nun der glücklichste Mensch auf der Erde sein", heißt es da etwa. Doch auch in den sozialen Netzwerken häufen sich die Seitenhiebe auf Donald Trump. Ein Twitter-User fragt: "Als Trump als amerikanischer Präsident verkündet wurde, kam das Ergebnis da auch in einem Umschlag und war Warren Beatty in der Nähe?" Andere Tweets lauten schlichtweg: "Jemand wird hinter den Kulissen gefeuert" oder "Nächstes Jahr macht Warren Werbung für Fielmann. Rolex kann einpacken..."

Doch die politisch angehauchten Tweets dominieren. "Es sieht ganz so aus, als hätte Putin es sogar geschafft, bei den Oscars mitzumischen" oder "Eines muss man Sean Spicer echt lassen: seine Fakenews mit dem falschen Umschlag bei den Oscars war 'ne große Nummer" sowie "Und wann wird der Irrtum mit Trump aufgeklärt?" ist da zu lesen. Diese Panne wird noch lange nachhallen! Schauspielerin Elizabeth Banks scherzt gar: "Das Ende der Oscars sollte nächstes Jahr den Preis für den besten Film gewinnen." Eine Erwähnung in der Eröffnungsrede 2018 dürfte obligatorisch sein...

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