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26/02/2017 22:52 CET | Aktualisiert 27/02/2017 10:27 CET

Oscars 2017 im Live-Stream: Verleihung anschließend online sehen, so geht's - Video

  • Oscars 2017 beginnen auf dem Red Carpet - der Höhepunkt ist die Verleihung

  • Wir zeigen, wie ihr das Programm von Prosieben (und damit auch die Oscars) im Live-Stream sehen könnt

  • So könnt ihr auch danach die Gala kostenlos online sehen

Oscars 2017 im Live-Stream: In der Nacht von Sonntag auf Montag vergibt die Academy zum 89. Mal in Los Angeles, USA, den begehrtesten Filmpreis.

Jimmy Kimmel (49) gibt dabei sein Oscar-Debüt. Zum ersten Mal moderiert der amerikanische Komiker und Talkshow-Gastgeber Hollywoods wichtigste Preis-Gala.

Doch in diesen Stunden feiert sich Hollywood nicht nur selbst und seine größten Stars. So wird es auch an diesem Abend wohl Kritik an Trump geben.

Und auch deutsche Film-Fans können die Gala im Dolby Theatre verfolgen - Fernsehen und Internet sei Dank.

Oscars 2017 im Live-Stream sehen, so geht's

Der Sender Prosieben ist in Los Angeles vor Ort und überträgt das Spektakel vom Roten Teppich und die Verleihung: Die Übertragung könnten Fans im Free-TV sehen und hier im Live-Stream auf der Sender-Homepage. Für Online-Angebot benötigt ihr jedoch ein "7TV"-Abo.

Wer den Live-Stream hingegen über die"Prosieben"-App für Android und iOS abruft, kann die Oscars 2017 erstmals kostenlos und legal online sehen - wenn auch nur auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets.

Zudem bietet der Sender euch die Aufzeichnung der Gala nach der Ausstrahlung als Video-on-Demand an. Das bedeutet, ihr könnt auf der Prosieben-Homepage hier die ganze Folge kostenlos online sehen.

Auch Streamingportale bieten das Programm von Prosieben online an - aber nur im Rahmen eines Premium-Abos, das mehrere Sender umfasst:

Magine TV

TV Spielfilm live

Die beiden Anbieter sind Kooperationspartner der Huffington Post.

  • Los geht's am Sonntag um 23.20 Uhr deutscher Zeit mit "red. Der Oscar-Countdown".

  • Ab 0.30 Uhr gibt es das Schaulaufen auf dem Red Carpet live.

  • Um 2.30 Uhr beginnt endlich die Oscar-Verleihung. Für Deutsche Fans wird es eine lange Nacht: Das Ende der Gala wird für 6.15 Uhr am Montagmorgen vermutet.

#Oscars auf Twitter

Film Fans tauschen sich über die Oscars auch in den sozialen Medien. Die Erfahrung zeigt, die Hashtags zum Beispiel auf Twitter und Instagram sind #oscars und #oscars20017.

We ready. You ready? #Oscars

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So politisch werden die Oscars

Auch wenn es in der Nacht auf Montag um Filme gehen sollte, so auch ein Spiegel der großen gesellschaftlichen Themen. Das ist dieses Jahr zum Beispiel die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trumps und sein Einreise-Verbot für manche Länder.

Mehr zum Thema: Klatsche für Trump: Bundesrichter stoppt Einreiseverbot

Die deutsche Oscar-Anwärterin Maren Ade veröffentlichte mit den anderen für den Auslands-Oscar nominierten Regisseuren zum Beispiel ein Statement für Weltoffenheit. Die Filmemacher verurteilen darin "das Klima von Fanatismus und Nationalismus, das wir heute in den USA und in so vielen anderen Ländern sehen, in Teilen der Bevölkerung, und, was am bedauerlichsten ist, unter führenden Politikern".

Zu den Unterzeichnern gehört der iranische Regisseur Asghar Farhadi ("The Salesman"), der auch zu den UTA-Klienten zählt. Aus Protest gegen die Trump-Dekrete hatte er seine Teilnahme an der Preisverleihung abgesagt. Am Freitag wurde er per Videobotschaft aus Teheran zu einer Protestkundgebung in Beverly Hills geschaltet. Er freue sich über die Unterstützung und die Solidarität der Filmgemeinschaft, sagte Farhadi.

Jodie Foster (54) und Michael J. Fox (55) haben sich bei dieser Aktion ebenfalls für Pressefreiheit sowie die Rechte von Einwanderern und Minderheiten engagiert.

Was ihr zum Oscar-Favorit "La La Land" wissen müsst

Den großen Favorit kennt vermutlich jeder Film-Fan - und sei es nur vom Namen: "La La Land" hat sensationelle 14 Nominierungen. So viele Gewinnchancen hatten bislang nur das Drama "Titanic" aus dem Jahr 1997 und der Klassiker "Alles über Eva" von 1950.

Emma Stone hat Chancen eine weitere "La La Land"-Nominierungen in Gold umsetzen und damit ihren ersten Oscar gewinnen. Meryl Streep, unlängst von Donald Trump als eine "der überbewertetsten Schauspielerinnen in Hollywood" attackiert, hat schon drei Oscars. Die 20. Nominierung verdankt sie jetzt ihrer Rolle einer untalentierten Opernsängerin in der biografischen Komödie "Florence Foster Jenkins".

Mehr zum Thema: Die Oscar-Nominierungen 2017 im Überblick

Wieso die Oscars trotzdem spannend sind

"La La Land" scheinen Trophäen sicher, doch die 89. Oscar-Gala bleibt weiter spannend. Schließlich sind unter den neun Anwärtern für den "Besten Film" hochkarätige Dramen wie "Manchester by the Sea", "Moonlight", "Lion" und "Fences".

Best Picture Vominee Matt Damon #Oscars

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Gleich acht Nominierungen holte das berührende Independent-Drama "Moonlight" über das schwierige Heranwachsen eines schwarzen schwulen Sohnes einer drogensüchtigen Mutter.

Made in Germany

Es ist auch ein starkes Jahr für "Made in Germany". Vor zehn Jahren stand Florian Henckel von Donnersmarck mit dem Auslands-Oscar für das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" triumphierend auf der Bühne. Nun könnte es ihm Maren Ade mit ihrer Vater-Tochter-Geschichte "Toni Erdmann" nachmachen.

Der Düsseldorfer Komponist Volker Bertelmann (Künstlername: Hauschka) ist mit seiner Musik für "Lion" im Rennen, Marcel Mettelsiefen mit der Flüchtlings-Doku "Watani: My Homeland".

Der Dokumentarfilmer begleitete dafür eine syrische Familie auf ihrer Flucht nach Deutschland. Nun soll ihn die vierfache Mutter Hala, deren Mann von der Terrormiliz IS entführt wurde, auf dem roten Teppich begleiten.

#OscarsSoWhithe - gilt 2017 nicht mehr

Aber ein Skandal von vergangenen Jahr wird sich nicht wiederholen. Denn 2017 stehen auch afroamerikanische Stars im Rampenlicht.

Gleich drei schwarze Schauspielerinnen treten in der Sparte "Beste Nebendarstellerin" an: Viola Davis für "Fences", Octavia Spencer als NASA-Wissenschaftlerin in "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" und Naomie Harris als Mutter und Junkie in "Moonlight".

Denzel Washington könnte mit dem von ihm inszenierten Rassismusdrama "Fences" zweifach gewinnen, als Produzent und als Hauptdarsteller. Auch Casey Affleck sollte eine Dankesrede parat haben. Mit seinem packenden Porträt eines gebrochenen Mannes in "Manchester by the Sea" wird er schon lange als Favorit gehandelt.

Mit dpa-Material

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