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27/02/2017 12:53 CET | Aktualisiert 27/02/2017 16:57 CET

Forscher haben womöglich ein Mittel gegen Antibiotika-Resistenz entdeckt - es ist "Drachenblut"

Beawiharta Beawiharta / Reuters
Forscher haben womöglich ein Mittel gegen Antibiotika-Resistenz entdeckt - es ist "Drachenblut"

Es ist eine alarmierende Zahl: Weltweit sterben jedes Jahr etwa 700.000 Menschen an Infektionen, die durch multiresistente Keime verursacht wurden. Keime, gegen die Antibiotika nichts mehr ausrichten können. In solchen Fällen spricht man von einer Antibiotika-Resistenz.

Diese Resistenz kann zum Beispiel dadurch entstehen, dass Antibiotika falsch oder zu oft eingenommen werden. Krankheiten, die sich normalerweise mit Antibiotika bekämpfen lassen, können sich dadurch zu schwerwiegenden Epidemien ausbreiten.

Forscher der George Mason University in Virginia in den USA haben nun aber möglicherweise ein Mittel gegen die gefährliche Antibiotika-Resistenz gefunden - und das klingt erst einmal, als hätte es sich ein Fantasy-Autor ausgedacht.

Nein, die Forscher haben nicht zu viel "Game of Thrones" geguckt

Das Mittel, das die Wissenschaftler entdeckt haben nämlich, ist nichts Geringeres als Drachenblut.

Wenn ihr jetzt - berechtigterweise - ungläubig die Augenbrauen hebt - nein, die Forscher haben nicht zu viel "Game of Thrones" geguckt.

Mit Drachenblut meinen sie um genau zu sein das Blut von Komodowaranen. Die Riesen-Eidechsen werden im Englischen als dragons bezeichnet. Ihr Blut soll multiresistente Erreger bekämpfen können.

Denn Komodowarane haben laut den US-Forschern eine bestimmte Reihe von chemischen Verbindungen im Blut, die viele Bakterien töten könnten. Bei diesen Verbindungen handelt es sich um sogenannte kationische antimikrobielle Peptide.

Forscher: "Drachenblut hat antibakterielle Eigenschaften"

In geringer Anzahl haben diese Peptide alle Lebewesen im Blut, auch Menschen. Komodowarane haben jedoch gleich 48 verschiedene Versionen dieser Peptide im Blut. 47 davon sollen eine antimikrobielle Wirkung haben.

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Dem Team der George Mason Universität gelang es, diese Peptide aus Blutproben der Komodowarane zu filtern. Diese setzten sie gegen multiresistente Erreger ein, die sie im Labor gezüchtet hatten.

Und sie stellten fest: Die Peptide aus dem Blut konnten die Erreger tatsächlich bekämpfen. "Drachenblut hat antibakterielle Eigenschaften. Die neu identifizierten Peptide könnten neue antimikrobielle Therapien ermöglichen", schreiben die Forscher in ihrer veröffentlichten Studie.

Die Riesen-Eidechsen könnten uns also möglicherweise einen großen Dienst erweisen und vielen Menschen das Leben retten.

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(lk)

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