Doppelmord in Oberbayern: Polizei geht von Raubmord und mehreren Tätern aus

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POLIZEI OBERBAYERN
Bei dem Doppelmord in Oberbayern geht die Polizei von einem Raubmord mit mehreren Tätern aus | dpa
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  • Bei dem Doppelmord in Oberbayern geht die Polizei von einem Raubmord mit mehreren Tätern aus
  • Um die Bevölkerung zu beruhigen, werde die Polizeipräsenz in der Region erhöht

Es scheint ein komplizierter Fall zu sein. Nach dem Doppelmord im Weiler Höfen in Oberbayern stellt sich die Kriminalpolizei auf langwierige Ermittlungen ein.

In einer Pressekonferenz am Montag sagte leitende Oberstaatsanwalt Hajo Tacke, die Polizei gehe nach derzeitigen Stand von einem Raubmord und mehreren Tätern aus.

"Spurensicherung wird mehrere Tage benötigen"

Der Tatort sei sehr komplex und auf drei Geschossen verteilt. "Das ist höchst aufwendig und wird mehrere Tage allein zur Spurensicherung benötigen", sagte Markus Deindl, der Leiter der "Soko Höfen". Der Tatzeitraum erstrecke sich von Mittwochabend, als der Kontakt abbrach, bis 24 Stunden vor dem Auffinden der Opfer.

Am späten Samstagabend hatte die Polizei zwei Leichen und eine schwer verletzte Frau gefunden. Die Personen seien durch "stumpfe Gewalt" zu Tode gekommen. "Zur Tatwaffe können wir keine Angaben machen", sagte Deindl.

Bei der verletzten Frau handelt es sich um die Hausbesitzerin. Die Ermordeten - eine Frau und ein Mann - waren zu Besuch gewesen, sie stammten aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Verletzte Frau ist noch nicht wieder ansprechbar

Es gebe keine Hinweise, dass etwas entwendet wurde. Allerdings könne die Polizei das erst bestätigen, nachdem die verletzte Hausbesitzerin wieder ansprechbar sei.

"Uns ist bewusst, dass das Sicherheitsgefühl der Menschen im Umkreis leidet", sagte Polizeipräsident Robert Kopp. Deswegen werde die Polizeipräsenz deutlich erhöht, auch durch Hundestaffeln und berittene Polizisten.

Mit Material der dpa.

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(ks)

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