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27/02/2017 10:54 CET | Aktualisiert 27/02/2017 16:58 CET

Abu-Sayyaf-Video: Deutsche Geisel auf Philippinen ermordet

dpa

  • Islamisten haben auf den Philippinen einen Deutschen getötet

  • Die Bundesregierung bestätigte den Tod

Auf den Philippinen hat die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf am Montag ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung ihrer deutschen Geisel zeigen soll. Der 70 Jahre alte Mann war im November entführt worden. Seine Begleiterin wurde damals schon getötet.

Die Bundesregierung hat die Hinrichtung bestätigt und als barbarischen Terrorakt verurteilt.

"Nach Wochen der Sorge haben wir jetzt traurige Gewissheit: Eine deutsche Geisel ist von terroristischen Entführern auf den Philippinen barbarisch ermordet worden", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag.

Die Bundeskanzlerin verurteile die "abscheuliche Tat", die ein weiteres Mal zeige, wie gewissenlos und unmenschlich diese Terroristen vorgingen.

Bundesregierung hat Tod bestätigt

Die deutschen Sicherheitsbehörden prüften das Video eingehend, bevor das Auswärtige Amt das Video ebenfalls für authentisch erklärte.

"Es gibt nun keinen vernünftigen Zweifel mehr, dass der auf den Philippinen entführte Deutsche nicht mehr am Leben ist. Wir sind zutiefst erschüttert über das unmenschliche und grausame Vorgehen der Täter", erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

"Wir verurteilen die Ermordung des Deutschen in aller Schärfe. Diese terroristische Tat ist durch nichts zu rechtfertigen." Man werde gemeinsam mit den zuständigen Behörden der Philippinen alles tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Auswärtiges Amt rät dringend von Reisen in die Region ab

Abu Sayyaf hatte mit der Ermordung des vor knapp vier Monaten entführten 70-jährigen Deutschen gedroht, wenn sie nicht bis Sonntag, 08.00 Uhr MEZ, ein Lösegeld erhält.

Die Sulu-See gilt wegen der Piraten als eine der gefährlichsten Segelrouten überhaupt. Das Auswärtige Amt rät "dringend" davon ab, in die Region zu fahren.

Die Insel Jolo ist seit Jahrzehnten als Hochburg von Abu Sayyaf ("Träger des Schwerts") bekannt. Die Terrorgruppe, die für die Autonomie von der Zentralregierung in Manila kämpft, finanziert sich mit Entführungen. Mehrfach hatte sie auch schon Deutsche in ihrer Gewalt.

Update 16.53 Uhr: Die Meldung wurde um die Bestätigung und Stellungnahme der Bundesregierung und des Auswärtigen Amts ergänzt.

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