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26/02/2017 07:28 CET | Aktualisiert 26/02/2017 08:45 CET

Sonntagstrend: SPD verliert erstmals seit Schulz-Kandidatur

Hannibal Hanschke / Reuters
Sonntagstrend: SPD verliert erstmals seit Schulz-Kandidatur

  • Im aktuellen Sonntagstrend verliert die SPD erstmals seit Schulz' Kandidatur

  • Sie liegt jetzt gleichauf mit der Union bei 32 Prozent

  • Im Deutschlandtrend hatte die SPD die Union am Freitag erstmals überholt

Seit Martin Schulz Kanzlerkandidat der SPD ist, geht es für die Sozialdemokraten steil bergauf in den Umfragen. Bis jetzt. Jetzt erfährt der "Schulz-Effekt" seinen ersten Dämpfer. Im neuesten Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die "Bild am Sonntag" verliert die SPD erstmals einen Prozentpunkt.

In der Vorwoche kam sie noch auf 33 Prozent, jetzt liegt die SPD mit 32 Prozent gleichauf mit der Union, die das Ergebnis vom vergangenen Sonntag hält.

Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an Schulz als Kanzler

Die Mehrheit der Deutschen glaubt außerdem nicht daran, dass Schulz Kanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt ablösen wird. Nur 36 Prozent gehen von einem Wechsel in Berlin aus, 50 Prozent glauben an weitere vier Jahre Merkel. Bei den SPD-Anhängern ist die Mehrheit (56 Prozent) von einem Schulz-Erfolg überzeugt.

Mehr zum Thema: Schulz denkt an morgen - nicht an 2003

Auch AfD (neun Prozent), Linke (acht Prozent) und Grüne (sieben Prozent) bleiben in der Wählergunst auf dem Niveau der letzten Woche. Steigern kann sich allerdings die FDP, die in dieser Woche auf sieben Prozent kommt und einen Zähler zulegt. Die FDP kann nicht nur bei den Umfragen punkten. Seit dem 24. Januar, dem Tag der Nominierung von Schulz als SPD-Kandidat, konnten die Liberalen 1400 neue Mitglieder verzeichnen, wie die "Bild am Sonntag" vermeldet.

Auch in der jüngsten Insa-Umfrage konnte die Union wieder an der SPD vorbeiziehen.

Im Deutschlandtrend hatte die SPD die Union am Freitag überholt

Im ARD-Deutschlandtrend hatte die SPD die Union am Freitag noch überholt. Nach der Umfrage von Infratest-Dimap im Auftrag der ARD gewinnen die Sozialdemokraten gegenüber Anfang Februar vier Prozentpunkte hinzu und kommen auf nun 32 Prozent.

CDU und CSU erreichen 31 Prozent und verlieren damit drei Punkte. Die Grünen stehen unverändert bei acht Prozent, die Linke bei sieben Prozent. Die AfD bekommt laut Deutschlandtrend elf Prozent.

Ein Schulz-Sieg ist möglich

Trotz der gesunkenen Werte kann sich Schulz realistische Hoffnungen auf einen Einzug ins Kanzleramt machen. Die große Mehrheit der Deutschen scheint seine politischen Positionen zu unterstützen. 65 Prozent halten es für richtig, wenn Arbeitslose - wie von Schulz bei einer SPD-Konferenz vorgeschlagen - länger Arbeitslosengeld I bekommen, damit sie nicht in Hartz IV rutschen; dagegen sind 29 Prozent.

In einer "Focus"-Umfrage sind sogar 75 Prozent dafür und nur 12 Prozent dagegen. Rund 67 Prozent finden es auch richtig, dass zeitlich befristete Arbeitsverträge nur noch bei sachlichen Gründen möglich sein sollen, wie Infratest dimap für die ARD ermittelte.

Jeder Vierte (25 Prozent) ist anderer Meinung. Mit den Hartz-IV-Reformen hatte der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder den Arbeitsmarkt modernisiert.

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