NACHRICHTEN
26/02/2017 16:15 CET

Eltern von Amok-Pilot Andreas Lubitz melden sich mit einem Brief erstmals zu Wort

  • Die Eltern von Amok-Pilot Andreas Lubitz haben der "Welt am Sonntag" einen Brief geschrieben

  • Darin äußern sie "Zweifel am kommunizierten Unfallhergang"

  • Vor ihrem Sohn sei ein völlig falsches Bild gezeichnet worden

Knapp zwei Jahre nach dem tragischen Absturz der Germanwings-Maschine über den Alpen, der insgesamt 150 Menschen das Leben kostete, haben sich erstmals die Eltern des Todes-Piloten Andreas Lubitz zu Wort gemeldet.

In einer im April 2016 geschalteten Anzeige in der "Westerwälder Zeitung", bedankten sich Lubitz Eltern für den Beistand von Freunden und Bekannten. Die 149 Opfer aber blieben unerwähnt. Auf eine darauf folgende Anfrage der "Welt am Sonntag" schrieben nun die Eltern von Andreas Lubitz eine Brief. Darin heißt es:

"Zum Absturz des Germanwings-Fluges 9525 ergeben sich auch für uns noch viele unbeantwortete Fragen, merkwürdige Sachverhalte und Zweifel am bisher kommunizierten Unfallhergang. Wir sind im Moment selber noch am Recherchieren.“

Eltern wollen sich nicht über ihren Sohn äußern

Zu dem ihrer Meinung nach "völlig falsch gezeichneten Bild ihres Sohnes“ wollten sie sich momentan noch nicht äußern, erklärten sie der "Welt".

Die Aussagen der Eltern könnten viele Angehörige der Opfer verstören. Denn die bisherigen Untersuchungsergebnisse lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei der Germanwings-Katastrophe und einen vorsätzlichen Absturz handelte.

Unklar bleibt, was Lubitz`Eltern mit "merkwürdigen Sachverhalten“ oder "Zweifeln“ meinen. Auch dass die Eltern von einem "Unfallhergang" sprechen wirft viele Fragen auf.

Ermittlungen bestätigten, dass Lubitz Schuld am Absturz hatte

Die Aufzeichnungen auf dem geborgenen Stimmrekorder, sowie die Daten auf dem Flugschreiber bestätigten, dass Andreas Lubitz die alleinige Schuld an der Tragödie trägt. Die Ermittlungen waren im Januar offiziell für beendet erklärt worden.

Die Germanwings-Maschine war am 24. März 2015 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen zerschellt. Alle 150 Insassen starben. Die meisten von ihnen stammten aus Deutschland, darunter auch 16 Schüler und zwei Lehrerinnen eines Gymnasiums in Haltern.

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(jg)

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