Unfall bei Kassel: Weil die Fahrer keine Rettungsgasse bilden, müssen die Sanitäter 2 Kilometer laufen

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RETTUNGSGASSE
Auf der A7 bei Kassel weigerten sich Autofahrer, eine Rettungsgasse zu bilden. | ullstein bild via Getty Images
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Was am Freitag auf der A7 bei Kassel passiert ist, macht wütend. Auf der A7 ereignete sich ein Unfall - ein Auto wurde auf den linken Fahrstreifen geschleudert, nachdem es mit einem Sattelzug kollidierte. Dort rammte es ein weiteres Fahrzeug.

Die Rettungskräfte versuchten, zum Ort des Geschehens zu kommen. Doch das gelang ihnen nicht - weil die Autofahrer partout keine Rettungsgasse bildeten.

Das traurige Resultat: Sanitäter und Polizisten mussten zu Fuß weiter, um den Verunglückten zu helfen. Und einen Weg von zwei Kilometern zurücklegen.

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Rettungskräfte stoppten Fahrzeuge

An der Unfallstelle angekommen, stoppten sie alle Fahrzeuge, die am Unfall vorbeifuhren. Damit wenigstens andere Einsatzfahrzeuge entgegen der Fahrtrichtung zur Unfallstelle fahren konnten.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand - doch die Retter erfuhren das logischerweise erst nach ihrem anstrengenden Lauf.

Die Unfallstelle blieb 70 Minuten lang gesperrt, weil die verunglückten Fahrzeuge abgeschleppt werden mussten. Zeit genug, um das eigene Verhalten in einer Notsituation zu reflektieren.

So wird eine Rettungsgasse gebildet:

(mm)

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