Die Menschen werden immer älter, außer in den USA - das sind die Gründe

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Eine Studie zeigt, dass die Menschen immer älter werden - außer in den USA | ivanastar via Getty Images
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  • In reichen Ländern steigt die Lebenserwartung weiter an
  • In Südkorea geborene Kinder haben eine besonders hohe Lebenserwartung
  • Der Trend ist in den USA nicht zu erkennen

Die Lebenserwartung für Menschen in reichen Ländern wird weiter steigen - das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Fachmagazin "The Lancet" am Dienstag veröffentlichte.

Besonders gut schneidet dabei ein Land ab: Südkorea. Ein Mädchen, das im Jahr 2030 in Südkorea geboren werde, könne im Durchschnitt fast 91 Jahre alt werden, fanden die Wissenschaftler heraus.

Auch bei den Jungen war Südkorea Vorreiter: Diese könnten, geboren im Jahr 2030, durchschnittlich etwas über 84 Jahre alt werden.

Grund für das beste Abschneiden Südkoreas seien vor allem die hohen Investitionen in das Gesundheitssystem, erklärte der Chef der Forschungsgruppe, Majid Ezzati, von der Universität Imperial College in London. "Es ist im Grunde das Gegenteil von dem, was wir im Westen machen, wo es viele Einschränkungen und Ungerechtigkeiten (in Gesundheitssystemen) gibt", sagte er.

In den USA sinkt die Lebenserwartung

In die Studie wurden 35 Industriestaaten einbezogen. Sie wurde von der britischen Forschungsorganisation für Medizin, MRC, und der US-Umweltbehörde EPA finanziert.

Die Lebenserwartung für Frauen in Frankreich, Japan, Spanien und in der Schweiz liegt der Studie zufolge ab 2030 bei 88. Für Männer sei sie in Australien, Kanada, in der Schweiz und den Niederlanden durchschnittlich bei fast 84.

Schlechter sieht es laut Berechnungen jedoch für die USA aus, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt hinter anderen Industriestaaten liegen. Bis zum Jahr 2030 werde die Lebenserwartung zurückfallen; Männer und Frauen sollten dann dort jeweils durchschnittlich 80 beziehungsweise 83 Jahre alt werden.

Die Forscher betonten, die Vereinigten Staaten seien unter den reichen Ländern dasjenige mit den höchsten Sterblichkeitsraten von Müttern und Kindern. Es sei zudem das einzige Land, in dem Bürger hohe Einkommen hätten und es keine umfassende Gesundheitsvorsorge gebe.

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(ks)

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