POLITIK
24/02/2017 16:56 CET | Aktualisiert 24/02/2017 18:39 CET

Donald Trump startet erschütternden Angriff auf die Pressefreiheit

Pool via Getty Images
Donald Trump startet erschütternden Angriff auf die Medien

  • Donald Trump will Medien davon abbringen, Quellen zu zitieren, die nicht namentlich genannt werden

  • Er erneuerte seine Vorwürfe, die Massenmedien würden Falschmeldungen verbreiten

  • Journalisten zeigten sich schockiert

US-Präsident Donald Trump hat bei der Konferenz CPAC, einem jährlichen Treffen konservativer Aktivisten, erneut einen scharfen Angriff auf die Medien gestartet. Trump kritisierte Medien dafür, nicht namentlich genannte Quellen zu zitieren. Der Presse "sollte es nicht erlaubt sein, Quellen zu zitieren, außer wenn sie Namen nennen", sagte Trump.

"Politico"-Redakteur Eric Geller twitterte, Trumps Kampfansage "Let there be no more sources" (etwa: "Lasst keine Quellen übrig") sei "seltsam und sehr erschreckend".

Trump betonte, keiner liebe die Meinungsfreiheit mehr als er selbst. "Keiner nutzt sie so sehr wie ich“, erklärte der US-Präsident sichtlich amüsiert. Dennoch deutete er an, er wolle neue Regeln für die US-Medien einführen.

"Stern"-Herausgeber Andreas Petzold schrieb bei Twitter: "Er versteht nichts! Zum Beispiel wäre Watergate nie enthüllt worden."

"Washington Post"-Reporter Mark Berman wies auf die Doppelmoral hinter Trumps Aussagen hin. "Sie erfinden einfach Quellen, wenn es keine gibt", warf Trump den Medien vor. Berman erinnerte an einen alten Tweet des US-Präsidenten, in dem dieser behauptet hatte, "verlässliche Quellen" hätten ihm versichert, Barack Obamas Geburtsurkunde sei gefälscht.

In seiner weiteren Rede skizzierte Trump erneut seine oft angekündigten Pläne:

  • Er werde Obamacare abschaffen und ersetzen.

  • Er werde die Steuern für die Mittelschicht senken.

  • Er werde das Militär aufrüsten. Es werde die "größte Aufrüstung der US-Geschichte". Niemand solle sich in Zukunft "mit den USA anlegen".

  • Er werde alle Wirtschaftsabkommen der USA neu verhandeln und in Zukunft nur auf bilaterale Abkommen setzen.

  • Er werde die Terror-Miliz IS zusammen mit "den Alliierten der USA" vollständig besiegen.

  • Er werde die Mauer zu Mexiko errichten – ein Vorhaben, das "bereits viel weiter" sei als geplant.

  • Er werde "die Bösen", allen voran illegale Einwanderer, aus dem Land schaffen.

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