POLITIK
24/02/2017 06:12 CET | Aktualisiert 24/02/2017 08:25 CET

SPD überholt Union bereits in der dritten Umfrage

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bedrängt Kanzlerin Angela Merkel. Erstmals seit Oktober 2006 liegt die SPD auch im "ARD-Deutschlandtrend" vor der Union (auch oben im Video).

Nach der Umfrage von Infratest-Dimap im Auftrag der ARD gewinnen die Sozialdemokraten gegenüber Anfang Februar vier Prozentpunkte hinzu und kommen auf nun 32 Prozent.

CDU und CSU erreichen 31 Prozent und verlieren damit drei Punkte. Die Grünen stehen unverändert bei 8 Prozent, die Linke bei 7 Prozent (-1). Die AfD, in anderen Umfragen auf 8 Prozent abgerutscht, bekommt im "Deutschlandtrend" 11 Prozent (-1).

SPD überholt Union bereits in der dritten Umfrage

Die FDP liegt unverändert bei 6 Prozent. Ein rot-rot-grünes Bündnis käme damit derzeit auf 47 Prozent und würde eine Mehrheit damit knapp verfehlen.

Mehr zum Thema: Schulz eilt von Umfrageerfolg zu Umfrageerfolg - Unionspolitiker machen der Kanzlerin jetzt Druck

Der Deutschlandtrend ist bereits die dritte Erhebung, welche die SPD an der Union vorbeiziehen sieht. In den vergangenen Wochen lagen die Sozialdemokraten laut Emnid bei 33 Prozent, während die Union auf nur 32 Prozent kam. Bei Insa kam die SPD auf 33 Prozent, die Union dagegen bei 31 Prozent. In einer späteren Insa-Umfrage konnte die Union sie SPD allerdings wieder überholen.

65 Prozent wollen Änderungen bei der Agenda 2010

Trotzdem kann sich Schulz realistische Hoffnungen auf einen Einzug ins Kanzleramt machen. Die große Mehrheit der Deutschen scheint seine politischen Positionen von zu unterstützen. 65 Prozent halten es für richtig, wenn Arbeitslose - wie von Schulz bei einer SPD-Konferenz vorgeschlagen - länger Arbeitslosengeld I bekommen, damit sie nicht in Hartz IV rutschen; dagegen sind 29 Prozent.

In einer "Focus"-Umfrage sind sogar 75 Prozent dafür und nur 12 Prozent dagegen. Rund 67 Prozent finden es auch richtig, dass zeitlich befristete Arbeitsverträge nur noch bei sachlichen Gründen möglich sein sollen, wie Infratest dimap für die ARD ermittelte.

Jeder Vierte (25 Prozent) ist anderer Meinung. Mit den Hartz-IV-Reformen hatte der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder den Arbeitsmarkt modernisiert.

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