POLITIK
23/02/2017 23:15 CET | Aktualisiert 24/02/2017 06:38 CET

Martin Schulz will "Ehe für alle" zum Wahlkampfthema machen

Hannibal Hanschke / Reuters
Martin Schulz will die "Ehe für alle" zum Wahlkampfthema machen

  • Die SPD fordert eine Öffnung der Ehe für Homosexuelle

  • Mit dieser Zielsetzung will Spitzenkandidat Schulz in den Wahlkampf gehen

Das Profil von Martin Schulz im Wahlkampf nimmt langsam Form an. Wie "heute.de" berichtet, will der SPD-Kanzlerkandidat für die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare werben. Neben der Heirat solle Schwulen und Lesben auch die Adoption von Kindern ermöglicht werden. Mit dieser Forderung will die SPD Wahlkampf machen.

Schulz könnte die "Ehe für alle" als Angriffsfläche der Union nutzen, deren konservative Kreise sich noch immer gegen die volle Gleichstellung für Homosexuelle stemmen.

Bei den Koalitionsverhandlungen zur GroKo im Jahre 2013 musste die SPD sich den Konservativen geschlagen geben. Das Ergebnis: Noch immer werden Schwule und Lesben mit der "eingetragenen Lebenspartnerschaft" vertröstet.

Allerdings: Auch jetzt könnte die SPD rein theoretisch, die "Ehe für alle" durchsetzen. Mit den Grünen und Linken hätte man dazu die Mehrheit.

Stattdessen werden die Sozialdemokraten das Thema wohl im Wahlkampf besetzen – schließlich sind laut einer Studie der Antidiskriminierungsstelle der Bundesregierung acht von zehn Deutsche für die Gleichstellung bei der Ehe, drei Viertel der Deutschen für das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben.

Kindern helfen

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(jg)