Brisante Berichte: So soll in Frankreich die Wahl manipuliert werden

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Nachdem Donald Trump die US-Wahl gewonnen hatte, veröffentlichten die US-Geheimdienste einen Bericht, der es in sich hatte. Demnach hatte der russische Präsident Wladimir Putin eine Kampagne angeordnet, um den Ausgang der US-Wahlen zugunsten Trumps zu beeinflussen.

Schwulen-Gerüchte über Macron

Zu den Strategien gehörten demnach verdeckte Geheimdienstoperationen, bezahlte Nutzer in sozialen Netzwerken und offene Bemühungen russischer Staatsmedien. Die Aufregung damals war groß – doch jetzt lässt sich genau dasselbe direkt vor unserer Haustür beobachten. Denn auch in Frankreich versucht Russland gerade, die Präsidentschaftswahl aktiv zu beeinflussen.

Kreml-nahe Medien verbreiten Schwulen-Gerüchte über den unabhängigen Bewerber Emmanuel Macron.

Über Wochen war Macron im Aufwind. Ihm werden die größten Chancen ausgerechnet, sich gegen die europafeindliche Marine Le Pen von der Front National durchzusetzen. Nun jedoch geriet Macron in Bedrängnis. Die prorussische Internetseite "Sputnik“ veröffentlichte Artikel, in denen es hieß, er sei homosexuell und werde von einer reichen Schwulen-Lobby unterstützt. "Sputnik“ wird vom russischen Staat mitfinanziert.

Moskau weist die Vorwürfe von sich

Das Schwulen-Gerücht verbreitete sich rasend schnell. Insgesamt sind mehr als 17.000 TV- und Radio-Beiträge, Artikel, Blogbeiträge und Posts zu dem Thema erschienen. Das belegen Zahlen, die der "Zeit“ vorliegen. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam das Gerücht demnach in Frankreich. Der Generalsekretär von Macrons Bewegung "En Marche!“, Richard Ferrand klagte darüber, dass zwei vom russischen Staat kontrollierte Medien - Sputnik, aber auch Russia Today – seit Wochen Falschmeldungen über Macron verbreiten würden.

Moskau wies die Vorwürfe als absurd von sich. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte: "Von einer Beteiligung des offiziellen Moskaus an diesen Angriffen kann keine Rede sein, ob sie nun stattgefunden haben oder nicht.“ Berichte über eine mögliche Beeinflussung Moskaus hatte es bereits 2014 gegeben. Damals bekam die rechtsextreme Front National einen Neun-Millionen-Kredit von einer kremlnahen Bank.

Mehr dazu seht ihr oben im Video.