NACHRICHTEN
22/02/2017 16:23 CET

Schwerer Vorwurf von Helmut Kohls Sohn: Merkel hat "Anteil am Tod meiner Mutter"

Vor über 15 Jahren nahm sich Hannelore Kohl, die Ehefrau des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl, das Leben. Nun erhebt ihr ältester Sohn Walter einen schweren Vorwurf gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Für mich hat Frau Merkel einen nicht unerheblichen Anteil am Tod meiner Mutter", sagt Walter Kohl in einem Gespräch mit dem "Zeit Magazin".

(Mehr zu den schweren Vorwürfen von Walter Kohl gegen Angela Merkel erfahrt ihr im Video oben)

Der inzwischen 53-Jährige Walter Kohl bezieht sich mit seiner harschen Kritik in erster Linie auf die Parteispendenaffäre von 1999.

Die damals amtierende CDU-Generalsekretärin Merkel hatte sich überraschend scharf von ihrem langjährigen Partei- und Regierungschef Helmut Kohl distanziert, weil er die Herkunft illegaler Spenden an die CDU nicht preisgab.

"Merkels damaliges Verhalten war schäbig“

"Als Politikprofi wusste Frau Merkel, dass sie eine Lawine lostritt, die unsere Mutter und unsere Familie schwer beschädigen würde", so Walter Kohl.

Merkel habe "zu keinem Zeitpunkt öffentlich gesagt: Lasst die Familie aus dem Spiel. Dabei wusste sie genau, dass meine Mutter schwer krank war."

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Zu dieser Zeit litt Hannelore Kohl an einer schweren Lichtallergie. Walter Kohls findet Merkels damaliges Verhalten „schäbig“. Merkel hätte seine Mutter "fallengelassen, als sie persönlich Schutz brauchte“, so Kohl.

In dem Gespräch mit dem "Zeit Magazin“ bezieht sich Kohl ebenfalls auf Protokolle aus dem CDU-Präsidium. "Daraus geht hervor, dass Frau Merkel zu Beginn der Spendenaffäre intern sagte: Wir dürfen Helmut Kohl, von dem wir viele Jahre profitiert haben, nicht im Regen stehen lassen. Vor allem müssen wir auch seine Familie schützen“, so Walter Kohl.

Daran hätte sich Merkel später nicht mehr gehalten.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace..

(pb)

Sponsored by Trentino