Tausende Erkrankungen: Eine neue Virusart macht das Norovirus in diesem Jahr so gefährlich

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NOROVIRUS
Die starke Verbreitung des Norovirus geht auf eine neue Virusvariante zurück. | iStock
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  • Die starke Verbreitung des Norovirus diesen Winter geht auf eine neue Virusvariante zurück
  • Es wurden knapp doppelt so viele Krankheitsfälle wie im Vorjahreszeitraum registriert
  • Besonders für Kleinkinder, Alte und Geschwächte kann der Norovirus gefährlich werden

Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben herausgefunden, dass die starke Ausbreitung der Noroviren in diesem Winter mit einer neuen Virusvariante zusammenhängt.

Laut des jüngsten epidemiologischen Berichts des Instituts ist diese Virusvariante bei sporadischen Infektionen ebenso nachgewiesen worden wie bei Ausbrüchen in neun Bundesländern. Zwischen September und Dezember 2016 hatten die Experten 240 Proben aus 13 Bundesländern untersucht.

Die Zahl der Erkrankungen war deutlich höher als im Jahr zuvor

Insgesamt gingen rund 40 bis 50 Prozent dieser Norovirus-Erkrankungen auf den neuen Virentyp GII.P16-GII.2 zurück. Er sei auch in anderen Ländern wie etwa Frankreich, Australien, Japan und China aufgetreten.

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Das Norovirus kann zu starkem Durchfall und Erbrechen führen. Relativ hohe Werte mit bundesweit mehr als 5000 gemeldeten Fällen wöchentlich waren bereits vor Weihnachten beobachtet worden.

In den ersten vier Wochen 2017 wurden laut Bericht insgesamt rund 13.700 Erkrankungen in Deutschland registriert. Das sind knapp doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Es werden jedoch lange nicht alle Fälle gemeldet.

Das Virus ist nicht gefährlicher als sonst

Experten hatten schon vor einiger Zeit eine neue Variante hinter dieser Entwicklung vermutet. Das Virus ist jedoch nicht gefährlicher als sonst.

"Es kann sich nur besser vor dem Immunsystem verbergen, so dass mehr Leute erkranken", sagte eine RKI-Sprecherin kürzlich. Dem Institut zufolge ist es auch normal, dass das Norovirus in manchen Jahren stärker auftritt als in anderen.

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Die Erkrankung ist hoch ansteckend und kann sich so zum Beispiel in Kitas und Pflegeheimen schnell verbreiten. Weil Patienten viel Flüssigkeit verlieren, kann eine Infektion vor allem für Kleinkinder, Alte und Geschwächte gefährlich sein.

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(lk)

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