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22/02/2017 22:00 CET | Aktualisiert 23/02/2017 11:33 CET

Mexiko will Trumps Immigrationspläne nicht akzeptieren - und zögert nicht davor, sich Hilfe zu holen

Henry Romero / Reuters
Mexiko will Trumps Immigrationspläne nicht akzeptieren - und zögert nicht davor, sich Hilfe zu holen

  • Die Trump-Regierung hat die Abschieberegeln verschärft

  • Das will die mexikanische Regierung nicht hinnehmen

  • Im Notfall werde man internationale Organisationen einschalten, betonte Außenminister Videgaray

Das schärfere Vorgehen gegen Migranten in den USA ist für die mexikanische Regierung ein dringendes Thema. Beim erwarteten Treffen mit Vertretern der US-Regierung am Donnerstag dürfte es ungemütlich werden - denn Mexiko will Trumps rigide Abschiebepolitik nicht hinnehmen.

"Mexiko wird nicht zögern, internationale Organisationen einzuschalten, um Mexikaner im Ausland zu verteidigen", betonte Außenminister Luis Videgaray am Mittwoch. In den USA leben Schätzungen zufolge rund 5,8 Millionen Mexikaner ohne Papiere.

Alle Einwanderer ohne Papiere sollen abgeschoben werden

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte am Dienstag die Zahl der für Abschiebungen infrage kommenden Migranten erweitert. Alle Einwanderer ohne Papiere können demnach abgeschoben werden, die verurteilt wurden, eines Verbrechens angeklagt sind oder auch nur einer Straftat beschuldigt werden. Das könnte Massenabschiebungen ermöglichen.

Mexiko steht vor riesigen Problemen

Die Integration von Millionen Menschen dürfte Mexiko vor große Probleme stellen. Zudem sind die Überweisungen von in den USA arbeitenden Mexikanern ein wichtiger Devisenbringer.

US-Außenminister Rex Tillerson und Heimatschutzminister John Kelly führen am Donnerstag in Mexiko Gespräche mit Präsident Enrique Peña Nieto, Außenminister Videgaray, Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong sowie Vertretern der Ressorts Finanzen, Verteidigung und Marine.

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(jg)

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