Was tun gegen Schulz? CDU-Legende gibt seiner Partei einen verblüffenden Rat

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HEINER GEILER
Heiner Geißler gibt der CDU einen verblüffenden Rat | ullstein bild via Getty Images
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  • Die CDU fragt sich, wie sie mit der Popularität des SPD-Kandidaten Martin Schulz umgehen soll
  • Ex-Innenminister Heiner Geißler gibt einen entwaffnend pragmatischen Rat

Seit bekannt ist, dass Martin Schulz als Kanzlerkandidat für die SPD antreten wird, erreichen die Sozialdemokraten ein Umfrage-Hoch nach dem anderen. Die CDU scheint ratlos, wie sie mit Schulz umgehen soll.

Jetzt gibt ein Unions-Urgestein der Partei einen verblüffenden Rat. Heiner Geißler, früherer Bundesminister und CDU-Generalsekretär, empfiehlt seiner Partei die Zustimmung zu den Änderungen an der Agenda 2010, die SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz plant.

"Agenda 2010 ist unbestritten reformbedürftig"

"Die CDU würde eine Riesendummheit begehen, die Pläne abzulehnen, nur weil sie von Schulz kommen. Es ist völlig unbestritten, dass die Agenda 2010 reformbedürftig ist", sagte Geißler der "Passauer Neuen Presse".

"Einige - wie der CDU-Mann Michael Fuchs und der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer - schrecken nicht vor dieser Dummheit zurück“, kritisierte Geißler.

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Die Union solle sich daran erinnern, dass sie eine Volkspartei sei und kein Interessenverband der Arbeitgeber, forderte er. "Man muss die Lebensleistung der Menschen beachten, die davon plötzlich abgekoppelt werden sollen."

"Wenn die SPD richtig liegt, kann man ihr ruhig zustimmen"

Die Union dürfe nicht verkennen, dass das Thema soziale Gerechtigkeit eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen werde. "Wenn die SPD mal richtig liegt, kann man ihr ruhig einmal zustimmen", riet Geißler.

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(jg)

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