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21/02/2017 13:46 CET | Aktualisiert 21/02/2017 13:52 CET

Verstörende Reaktion: Als er sah, wer neben ihm im Flugzeug saß, rief er sofort die Polizei

Eigentlich wollte Rapper Mykki Blanco mit der amerikanischen Fluggesellschaft Delta Airlines nur nach Hause fliegen.

Doch noch bevor das Flugzeug von Toronto in Detroit im US-Bundesstaat Michigan landen konnte, musste er sich vor der Polizei rechtfertigen.

"Er wüsste nicht, warum Delta 'so einen' mit ihm ins Flugzeug lassen würde"

Der empörende Grund: Der Amerikaner ist Transgender. Der Begriff bezeichnet Menschen, deren körperliches Geschlecht nicht mit ihrem gefühlten Geschlecht übereinstimmt.

Der Vorfall im Flugzeug ereignete sich der Darstellung des Sängers nach folgendermaßen: Als Blanco nach einem Nickerchen wieder aufwachte, hatte sein Sitznachbar die Polizei gerufen.

"Er sagte, er würde sich unwohl fühlen und wüsste nicht, warum Delta 'so einen' mit ihm ins Flugzeug (...) lassen würde", schrieb Blanco bei Twitter.

Wie Blanko bei Twitter erzählt, versuchte er, sich der Polizei zu erklären, diese zeigten jedoch wenig Verständnis.

Anscheinend verweigerten sie ihm auch jegliche Information zu den genauen Vorwürfen des Passagiers und sagten ihm, dass er "seine" Sichtweise des Vorfalls lediglich zu Papier bringen könne.

Dem Sänger wurde außerdem mitgeteilt, dass ein FBI-Bericht über den "Vorfall" angefertigt werden würde und er sogar im Gefängnis landen könne, sollte er weiter Fragen zu dem Vorfall stellen.

Blanco: "Das ist die bizarrste Form von Homophobie, die mir je untergekommen ist"

Blanco machte seinem Ärger Luft und schrieb bei Twitter, dass das "... die bizarrste Form von Homophobie" ist, die ihm je untergekommen sei.

Völlig zurecht, denn auch wir fragen uns: Für was genau macht sich Mykki Blanco eigentlich strafbar? Aussehen und sexuelle Orientierung sollten kein Grund sein, jemand des Flugzeugs zu verweisen.

Blanco hofft nun, dass die Crew des Delta-Fluges seine Aussage bestätigen wird, dass er den Flug über geschlafen habe.

Wie der britische "The Independent" berichtet, hat die Fluggesellschaft auch bereits auf Blancos Twitter-Mitteilungen reagiert und sich offiziell bei ihm entschuldigt.

Mehr zum Thema: Liebe Linke: Hört auf, euch um Transgender-Toiletten zu streiten - bekämpft endlich die Armut in diesem Land!

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(lm)

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