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21/02/2017 18:39 CET | Aktualisiert 21/02/2017 18:40 CET

Nach Trumps Schweden-Fauxpas: Polizisten aus Fox-Doku kritisieren Regisseur für falsche Darstellung

Kevin Lamarque / Reuters
Polizisten aus Fox-Doku kritisieren Regisseur für falsche Darstellung

  • Zwei schwedische Beamte erheben schwere Vorwürfe gegen den US-Regisseur Ami Horowitz

  • Horowitz hatte die Polizisten für eine Doku über Kriminalität durch Immigranten in Schweden interviewt

  • Der US-Präsident Trump hatte sich nach seiner Aussage zu Schweden auf Horowitz' Doku bezogen

Nach einer ominösen Aussage des US-Präsidenten Donald Trump zu einem angeblichen Vorfall in Schweden gerät ein TV-Beitrag des amerikanischen Nachrichtensenders Fox News in die Kritik.

Trump hatte vergangene Woche bei einem Vortrag von einem angeblichen Vorfall in Schweden in der Nacht zuvor gesprochen - und dabei den Eindruck erweckt, Flüchtlinge hätten dort einen Anschlag verübt.

Gerechtfertigt hatte er seine Behauptung mit einem Beitrag des TV-Senders Fox News, der einen Tag zuvor ausgestrahlt worden war. Dabei handelte es sich wohl um einen Beitrag unter dem Titel "Das Stockholm-Syndrom" des amerikanischen Dokumentarfilmers Ami Horowitz.

Polizisten erheben schwere Vorwürfe gegen US-Regisseur

Horowitz hatte in dem Beitrag die These aufgestellt, erhöhte Kriminalitätsraten in Schweden seien auf Immigranten zurückzuführen - von einem spezifischen Vorfall in der Nacht vor Trumps Rede war dort allerdings auch keine Rede gewesen.

Dafür hatte Horowitz unter anderem die beiden Polizisten Anders Göranzon und Jacob Ekström interviewt. Diese kritisieren nun allerdings, dass es in dem Interview mit Horowitz gar nicht um Immigranten gegangen sei. Das berichtet die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter".

Im Interview mit der Zeitung sagte Göranzon, er sei von Horowitz lediglich zur Kriminalität in einzelnen Vierteln Stockholms befragt worden. Er hätte gar nicht über Immigration gesprochen.

Die Beamten werfen Horowitz nun vor, ihre Aussagen durch einen bestimmten Zusammenschnitt aus dem Zusammenhang gerissen zu haben. Der Filmemacher hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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(cho)

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