POLITIK
21/02/2017 22:26 CET | Aktualisiert 22/02/2017 08:50 CET

Putins geheime Psycho-Akte: Wie der Kreml den US-Präsidenten knacken will

Sasha Mordovets via Getty Images
Putins geheimes Trump-Dossier: Wie der Kreml den US-Präsidenten knacken will

  • Putin hat ein Dossier anfertigen lassen, das die Psyche des US-Präsidenten durchleuchtet

  • Das berichtet ein Berater des russischen Präsidenten

Noch ist nicht bekannt, wann US-Präsident Donald Trump zum ersten Mal auf seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin treffen wird. Doch schon jetzt zeichnet sich ab: Das Treffen der beiden Super-Egos wird zum Psychoduell.

Der US-Sender NBC News hat nun von einem Kreml-Insider erfahren: Putin bereitet sich bereits intensiv auf die Verhandlungen mit Trump vor. Zu diesem Zweck habe er sogar ein siebenseitiges Dossier anfertigen lassen, das die Psyche des US-Präsidenten ausleuchten soll.

Der hochrangige Kreml-Stratege Andrei Fedorov sagte dem US-Sender: "Im Kreml werden sehr ernsthafte Vorbereitungen getroffen, unter anderem ein siebenseitiges Papier, das ein psychologisches Portrait Trumps darstellt, besonders auf seinen letzten zwei, drei Monaten basierend.“

An dem Papier sollen neben Mitarbeitern Putins auch eine Reihe ehemaliger Diplomaten arbeiten.

In Russland wachse die Sorge um die Instabilität der US-Regierung, deutete Federov gegenüber dem Sender an. In Moskau werde befürchtet, Trump habe nicht die politische Macht, die Beziehungen zu Russland tatsächlich zu verbessern – eventuell sogar die Sanktionen zu beenden.

Moskau verliert die Geduld

Trumps Pressesprecher Sean Spicer hatte zuletzt verlauten lassen, Trump erwarte von Putin eine Entspannung der Lage in der Ukraine und eine Rückgabe der Halbinsel Krim. Gleichzeitig plädiert Trump immer wieder dafür, einen "Deal“ mit Russland abzuschließen.

Wie dieser aussehen könnte, ist weiter fraglich.

Es könnte durchaus interessant werden, wenn der unerfahrene Hitzkopf Trump auf den eiskalten und skrupellosen Taktierer Putin trifft. Spätestens beim G20-Gipfels in Hamburg im Juni dieses Jahres wird das wohl passieren.

Wenn es nach Moskau geht, gerne auch früher: Darauf lassen nicht nur die intensiven Vorbereitungen des russischen Präsidenten schließen.

Putins Sprecher Dmitri Peskow verkündete letzte Woche sichtlich genervt, den "Prozess zum Aufbau normaler Beziehungen" endlich beginnen zu wollen. Derzeit verschwende man vor allem Zeit, sagte er an Washington gewandt.

(jg)