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21/02/2017 13:11 CET | Aktualisiert 21/02/2017 13:54 CET

Fussilet-Moschee in Berlin geschlossen: Sie galt als Treffpunkt gewaltbereiter Islamisten

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Treffpunkt gewaltbereiter Islamisten: Fussilet-Moschee in Berlin wird geschlossen

  • Die Berliner Fussilet-Moschee kündigt ihre Schließung an

  • Sie gilt als Rückzugsort von Islamisten - auch Anis Amri besuchte sie

  • Womöglich kam die Moschee mit der Schließung einem Verbot zuvor

Die von dem islamistischen Terroristen Anis Amri besuchte Fussilet-Moschee im Berliner Stadtteil Moabit ist geschlossen worden. Auf einem Zettel an der Tür der Gebetsräume stand am Dienstag in Deutsch und Türkisch: "Die Moschee ist endgültig geschlossen." Die Polizei bestätigte das.

Auch die Schilder an der Tür waren abmontiert. Der Sender RBB berichtete, der Hauseigentümer und der Moscheeverein hätten sich auf ein Ende des Mietvertrags geeinigt. Möbel und Gebetsteppiche sollen bereits abtransportiert worden sein. Mit der Schließung reagierte der Moscheeverein möglicherweise auch auf Verbotsbestrebungen der Behörden.

Die Gebetsräume in dem unauffälligen Mietshaus waren nach Erkenntnissen der Polizei ein Treffpunkt gewaltbereiter Islamisten. Die Polizei beobachtete den Hauseingang von einer gegenüberliegenden Polizeiwache zeitweise mit einer versteckten Kamera.

Berlin-Attentäter Anis Amri besuchte Moschee am Tag des Anschlags

Der Berlin-Attentäter Amri hatte die Moschee oft besucht, zuletzt wurde er dort am Tag des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefilmt. Am Abend des 19. Dezember fuhr er mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt, tötete 12 Menschen und verletzte mehr als 50 zum Teil schwer.

Über ein Verbot des Moscheevereins "Fussilet 33" wird seit 2015 diskutiert. Die Senatsinnenverwaltung arbeitete schon länger daran. Der Berliner Polizeisprecher Winfried Wenzel sagte, man nehme die Entscheidung des Vereins, das Gebäude nicht mehr zu nutzen, zur Kenntnis. "Wichtiger für die Berliner Polizei ist aber die Frage, wohin sich die potenziellen Gefährder wenden."

Es sei durchaus sinnvoll, das Verbotsverfahren gegen den Moscheeverein weiter zu treiben. Dann könnten die bisher Verantwortlichen keine neue Moschee unter dem gleichen oder einem ähnlichen Namen gründen.

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(cho)

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