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21/02/2017 13:54 CET

12-Jährige Chantal aus Berlin wurde tagelang vermisst - denn sie hat eine Auszeit gebraucht

Chantal ist am 14. Februar einfach verschwunden. Tage lang hat die Polizei die 12-Jährige aus Berlin-Wittenau gesucht, am Sonntag übernahm die Mordkommission. Es wurde mit dem Schlimmsten gerechnet.

Am selben Abend haben Beamte nach einem Hinweis das Mädchen in einer Wohnung in Friedrichshain gefunden. Sie sei freiwillig verschwunden, es sei kein Verbrechen passiert, sagte ein Polizeisprecher.

Das bestätigt das Mädchen dann auch gegenüber der "Berliner Zeitung": "Ich habe eine Auszeit gebraucht", sagte sie. Und diese Pause nahm die Schülerin sich wohl auch.

Ohne ein Lebenszeichen von sich zu geben soll sie untergetaucht sein. In dieser Zeit lebte Chantal vermutlich in der Wohngemeinschaft eines 19-Jährigen namens Philipp.

Chantal: "Da bin ich abgehauen"

Es ist jener Mann, den die Polizei bereits als Zeuge gesucht hatte. Nicht ohne Grund, wie es in dem Zeitungsbericht heißt: Die Großmutter, bei der Chantal zuvor gelebt hat, habe ihr das Treffen mit dem Mann verboten.

Das Mädchen reagierte darauf offenbar mit Trotz. "Da bin ich abgehauen", sagte sie der Zeitung, bei der sie mit ihrer Mutter war.

Von da an fehlte jedes Lebenszeichen von dem Mädchen. Ein Bekannter von Philipp jedoch soll den weiblichen Besuch des 19-Jährigen auf Suchbildern erkannt haben - und informierte der Zeitung zufolge über Umwege die Polizei.

Jetzt ermittelt die Polizei - und das Jugendamt wartet

Am Sonntag gegen 20.45 Uhr fand die Polizei in der Wohnung in Friedrichshain die Vermisste. "Anhaltspunkte auf eine Straftat liegen derzeit nicht vor", heißt es.

Ermittelt wird trotzdem. So muss geklärt werden, ob sich der 19-Jährige strafbar gemacht hat. Auch wird Chantal befragt. Die Polizei will prüfen, was in den Tagen ihres Verschwindens passiert ist.

Gleichzeitig ist die Zukunft der 12-Jährigen ungewiss. Zuletzt lebte sie der Zeitung zufolge bei ihrer Großmutter. Vor einem Jahr soll sie dem Bericht zufolge ihre Mutter verlassen haben. Ständiges Schulschwänzen sei ein Streitthema gewesen. Doch nun will Chantal wohl zurück.

Das letzte Wort - auch nach dem tagelangen Verschwinden - hat nun aber das Jugendamt.

Mit dpa-Material

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(jg)

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