Waldkindergarten: Was Kinder lernen und Eltern vorher wissen müssen

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WOOD CHILD
Was Kinder im Waldkindergarten lernen können | Photography by SPL via Getty Images
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  • Ein Waldkindergarten fördert die Bewegungsfreude und Respekt vor den Menschen und der Umwelt
  • Das Konzept dazu kommt aus Skandinavien – in Deutschland hat es die staatliche Anerkennung
  • Aufwachsen im Einklang mit der Natur – Betreuung nahezu ausschließlich im Freien

Im Waldkindergarten halten sich die Kinder nahezu die gesamte Betreuungszeit über im Wald auf. Dies gilt bei jedem Wetter. Ausschließlich bei Extremwetterlagen, wie beispielsweise Sturm oder Gewitter, nutzt man ausnahmsweise eine Hütte oder einen Bauwagen.

Das Konzept entwickelte eine dänische Mutter, die ab 1952 eine Kindergruppe konsequent im Wald betreute. Es fand rasch Nachahmer, vor allem in Schweden.

Anfängliche Versuche in Deutschland gab es seit 1968. Der Durchbruch kam mit dem ersten staatlich anerkannten Waldkindergarten hierzulande im Jahr 1997.

Was Waldkindergarten-Kinder in der Natur lernen

Die Natur ist ein vielseitiger Lehrmeister. Im Waldkindergarten stellt die Natur den Lernraum dar.

Die Kinder erleben bewusst und intensiv den Wechsel der Tages- und Jahreszeiten. Sie lernen die Tier- und Pflanzenwelt täglich näher kennen. Ihre Spielgeräte sind Hänge zum Rutschen oder Baumstämme zum Balancieren und das Spielzeug bastelt man aus natürlichem Material.

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Bisher gibt es wenige wissenschaftliche Studien zu diesem Modell, aber die besonderen Erfahrungen der Jungen und Mädchen im Waldkindergarten zeigen sich dem aufmerksamen Beobachter und schreiben Seiten zur Kindererziehung:
  • Sie lernen, die Natur und ihre Bewohner zu respektieren.
  • Sie entfalten ihre Fantasie und schulen ihr handwerkliches Geschick bei vielen praktischen Tätigkeiten.
  • Sie toben sich aus und entwickeln ihre Achtsamkeit, ihre Motorik und ein gutes Immunsystem.

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Das müssen Eltern leisten

In staatlich anerkannten Waldkindergärten sorgen ausgebildete Erzieher und Erzieherinnen für einen strukturierten Tagesablauf. Er gleicht damit anderen Kindergärten.

Aber: Die Anforderungen an das Engagement und die Zeit der Eltern sind höher. Da der Aufenthalt im Waldkindergarten bei Wind und Wetter im Freien stattfindet, läuft die Waschmaschine zu Hause im Dauerbetrieb.

Die Kinder benötigen täglich wetterfeste Kleidung, die sogenannte "Zwiebelkleidung", und kehren schmutzig zurück. Die Betreuungszeiten sind in vielen Waldkindergärten reduziert, was für Eltern in Vollzeitbeschäftigung eine Herausforderung darstellt.

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Alternative: Kindergärten mit Wald-Wochen

Heute gibt es aber interessante Mischformen: Kitas, in denen die Kinder ab und zu für eine Woche die Einrichtung verlassen und den Wald kennenlernen. Hier zeigt sich, dass die Vorteile der Naturpädagogik erkannt wurden, aber nicht alle Eltern gleich aufs Ganze gehen müssen.

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(cho)

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