Reggio-Kindergarten fokussiert Stärken: Was ihr noch wissen müsst

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Reggio-Kindergärten geben den Kindern Raum sich zu entfalten - und Eltern und der Gesellschaft die Möglichkeit sich einzubringen | Caiaimage/Paul Bradbury via Getty Images
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  • Die Reggio-Pädagogik setzt auf gut ausgebildete Erzieher
  • Kinder sollen die Welt entdecken, Aktivitäten strukturieren den Kindergarten-Alltag
  • An der Erziehung sind die Kinder selbst ebenso beteiligt wie die Eltern, die Erzieher und die Gesellschaft

In Reggio-Kindergärten ist Erziehung nicht ausschließlich Sache der Einrichtungen. Es ist erwünscht, dass die Eltern und gesellschaftliche Einflüsse von außen, beispielsweise durch die Beteiligung der Stadt, aktiv zur Erziehung der Kinder beitragen.

Gleichzeitig bietet dieses Modell den Kindern bewusst die Freiheiten und die Möglichkeiten, selbst die Welt zu erkunden und zu entdecken, schreibt zum Beispiel die Informationsseite "Kindererziehung.com".

Was ihr über Reggio-Erzieher wissen solltet

Die Erzieher haben dabei eine begleitende Funktion: Sie fördern die Kinder und sind da, wenn die Mädchen und Jungen das Gespräch suchen. Die Kindergärtner sind demzufolge eher Impulsgeber für den Entwicklungsprozess der Kinder. Zugleich sind sie Berater der Eltern - und pflegen dementsprechend einen regen Kontakt zu diesen.

Was für Mütter und Väter dabei interessant ist: Seit der Gründung des Konzepts im Jahr 1945 legt man großen Wert auf die Verbindung zur Wissenschaft und Forschung - und auf dementsprechend gut ausgebildetes Personal, heißt es in dem Bericht.

Welche Möglichkeiten das Konzept Kindern gibt

Innerhalb der Reggio-Pädagogik sind die Kindergarten-Räume, wie zum Beispiel das Atelier, ein wichtiger Bestandteil des Erziehungskonzepts. Die Räumlichkeiten vermitteln Geborgenheit und regen zum aktiven Spielen und Entdecken an.

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Die Kinder haben freien Zugang zu vielfältigen Materialien und Werkstoffen und schlüpfen unter anderem in Rollenspiele oder sie versuchen sich an Licht- und Schattenspielen. In jedem Raum ist es den Kindern erlaubt, selber aktiv zu werden und ohne Anleitung miteinander zu spielen. Sie sollen experimentieren, erkunden und täglich die Welt besser kennenlernen.

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Wie der Tag strukturiert wird

Reggio-Einrichtungen trauen dem Bericht zufolge den Kindern zu, die Kompetenzen dafür ausreichend zu haben und, dass sie diese kontinuierlich erweitern.

Die Aktivitäten finden in Gruppen, im freien Spiel und innerhalb von Projektarbeiten oder Kursen statt. Auf diese Weise ist für Abwechslung gesorgt - und der Tagesablauf ist strukturiert: Denn die Aktivitäten sind auf bestimmte Tageszeiten aufgeteilt.

Was die Reggio-Pädagogik ausmacht

Diese Pädagogik ist also von einer optimistischen Grundhaltung gekennzeichnet, in der die ganzheitliche Selbstentfaltung des Kindes im Mittelpunkt steht. Druck und Macht sind in diesem Konzept nicht enthalten.

Der Erziehungsstil ist demokratisch und verlangt von den Eltern, dass sie die Kindergarten-Erziehung aktiv mitgestalten und begleiten.

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(cho)

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