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20/02/2017 16:25 CET

Exorzismus-Prozess: Angeklagte zu sechs Jahren Haft verurteilt

dpa
Das Landgericht Frankfurt hat eine 44-jährige im Prozess um einen Exorzismus zu sechs Jahren Haft verurteilt

  • Das Landgericht Frankfurt hat eine 44-jährige im Prozess um einen Exorzismus zu sechs Jahren Haft verurteilt

  • Bei der Teufelsaustreibung war im Dezember 2015 eine 41-Jährige erstickt worden

  • Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich acht Jahre Haft für die Hauptverdächtige gefordert

Im Prozess um eine Teufelsaustreibung mit tödlichem Ende hat das Landgericht Frankfurt die 44 Jahre alte Cousine des Opfers zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Das Gericht verhängte die Strafe am Montag wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge. Die vier mitangeklagten Mitglieder einer südkoreanischen Familie wurden zu Bewährungsstrafen zwischen anderthalb Jahren und zwei Jahren verurteilt.

"Verdächtige maßte sich an, über Leben und Tod zu entscheiden"

Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich acht Jahre Haft für die mutmaßliche Haupttäterin beantragt. Die 44-Jährige habe sich "angemaßt, über Leben und Tod anderer zu entscheiden", sagte Staatsanwältin Nadja Böttinger am Freitag vor dem Frankfurter Landgericht.

Die Hauptangeklagte habe Verantwortung für die ganze Gruppe getragen. Gleichwohl werde ihr "Helfenwollen vor religiösem Hintergrund" zugute gehalten.

Böttinger ging von Körperverletzung mit Todesfolge und nicht mehr von gemeinschaftlichem Mordversuch aus, wie die Anklage ursprünglich gelautet hatte. Bei der Teufelsaustreibung war im Dezember 2015 eine 41-Jährige erstickt worden.

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(ks)

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