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20/02/2017 09:56 CET | Aktualisiert 20/02/2017 10:05 CET

Skandal um Bayern-Trainer: Das steckt hinter Ancelottis Mittelfinger-Geste

ROBERT MICHAEL via Getty Images
Bayern-Trainer Carlo Ancelotti könnte ein Geldstrafe drohen

Was geschah wirklich nach dem Spiel von Hertha BSC gegen den FC Bayern? Im "ARD-Sportstudio" war zu sehen, wie der Bayern-Trainer Carlo Ancelotti auf dem Treppenabgang zum Spielertunnel im Berliner Olympiastadion jemandem den ausgestreckten Mittelfinger zeigte.

Später gab Ancelotti in der ARD zu: "Ja, ich habe diese Geste gemacht, weil ich angespuckt wurde." Nach Angaben der "Bild"-Zeitung belästigten ihn drei Männer. Ob er tatsächlich angespuckt wurde, ist aber ungewiss.

"Ich würde nicht den Stab über ihn brechen"

Möglich ist es - über dem Spieler-Tunnel befinden sich Plätze für Hertha-Fans mit Saisonkarten. Doch Hertha BSC stellt laut "Süddeutscher Zeitung" nun klar: Bislang gibt es weder Bilder noch irgendwelche anderen Beweise für Ancelottis Behauptung.

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, plädierte im ZDF-Sportstudio für mildernde Umstände: "Ich würde jetzt nicht den Stab über ihn brechen wollen. Wenn dir einer von oben auf den Kopf rotzt, dann findest du das nicht so interessant."

Der "Stinkefinger" hat eine gewisse Vorgeschichte im deutschen Fußball. So wurde zum Beispiel Stefan Effenberg wegen eines ausgestreckten Mittelfingers vom Bundestrainer Berti Vogts von der WM 1994 nach Hause geschickt.

Ancelotti wird vom DFB-Kontrollausschuss nun wahrscheinlich zu einer Stellungnahme aufgefordert. Ihm droht unter Umständen sogar eine Strafe. Norbert Düwel, damals Trainer von Union Berlin, wurde wegen der Mittelfinger-Geste 2014 zu einer Geldstrafe von 3500 Euro verurteilt.

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(jg)