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19/02/2017 10:09 CET | Aktualisiert 19/02/2017 10:10 CET

Kanzleramtsminister Altmaier will Manager-Gehälter begrenzen - aber er hat noch einen anderen Beruf im Fokus

Axel Schmidt / Reuters
Kanzleramtsminister Altmaier will Manager-Gehälter begrenzen - aber er hat noch einen anderen Beruf im Fokus

  • Kanzleramtsminister Altmaier will um Manager-Gehälter zu begrenzen das Steuerrecht ändern

  • Die Diskussion um die Begrenzung von Manager-Gehältern ist in vollem Gange

  • Altmaier erwägt sogar, die Maßnahmen auch auf Gehältern von Profi-Fußballern anzuwenden

Martin Schmidt hat sie wieder angestoßen: die Diskussion um Manager-Gehälter. Kein Wunder: Horrende Gehälter sind immer ein Aufregerthema - und eines, mit dem man sich beim gemeinen Wähler beliebt macht.

Der Union will das Feld der Begrenzung von Manager-Gehältern natürlich nicht der SPD alleine überlassen. Und bringt eigene Vorschläge in die Diskussion ein. Auch Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU) will den Millionen-Gehältern den Riegel vorschieben. Er un­ter­stützt Pläne, das Steuerrecht so zu ändern, dass gewisse Gehälter nicht mehr steuerlich absetzbar sind.

"Viel Sympathie in der CDU"

"Wenn man das aus recht­li­chen Grün­den nicht di­rekt ver­bie­ten kann, soll­te man zu­min­dest ver­hin­dern, dass die Mehr­heit der Steu­er­zah­ler dazu einen Bei­trag leis­tet, indem sol­che Ge­häl­ter in un­be­grenz­ter Höhe von der Steu­er ab­ge­setzt wer­den kön­nen", sagte Alt­mai­er der "Bild am Sonntag".

"Es gibt in der CDU viel Sym­pa­thie dafür, die steu­er­li­che Ab­zugs­fä­hig­keit von Ma­na­ger­ge­häl­tern zu be­gren­zen. Ich halte das für rich­tig und denke, dass wir da zu einem par­tei­über­grei­fen­den Kon­sens kom­men wer­den."

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Alt­mai­er räum­te zwar ein, dass Mit­ar­bei­ter­ge­häl­ter grund­sätz­lich die Ent­schei­dung eines Un­ter­neh­mens seien. "Al­ler­dings ver­steht nie­mand, wenn Ma­na­ger­ge­häl­ter in so ex­or­bi­tan­te Grö­ßen­ord­nun­gen wach­sen, dass sie mit in­di­vi­du­el­ler Leis­tung kaum noch etwas zu tun haben, vor allem nicht im Ver­gleich zur Leis­tung der Mit­ar­bei­ter."

"Hart arbeitende Menschen sollen ihren Glauben an die soziale Marktwirtschaft nicht verlieren"

Aber: Die Manager sind Alt­mai­er nicht genug. Er hält es auch für möglich, die gleichen steuerrechtlichen Maßnahmen auf Profi-Fußballer anzuwenden

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Er per­sön­lich gönne jedem Fuß­bal­ler sein Ge­halt. "Aber grund­sätz­lich stellt sich die Frage, ob es für das, was steu­er­lich ab­zugs­fä­hig ist, Gren­zen geben muss. Ob das nur für die Dax-Un­ter­neh­men, für alle Ma­na­ger oder auch für an­de­re Be­rufs­grup­pen gilt, muss dis­ku­tiert wer­den."

Es komme ihm darauf an, dass ein klares Signal gesendet wird und die "hart arbeitenden Menschen nicht den Glauben an die Leis­tungs­ge­rech­tig­keit der so­zia­len Markt­wirt­schaft ver­lie­ren", sagte Altmaier.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte gerade erst auf die rechtlichen Hürden bei der Begrenzung der Gehälter hingewiesen. Eine Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Managervergütungen sei "nicht trivial", sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin.

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