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Schauspieler Ashton Kutcher hält eine Rede vor dem US-Senat - und beginnt zu weinen

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ASHTON KUTCHER
Schauspieler Ashton Kutcher hat am Mittwoch im US-Senat eine emotionale Rede gegen moderne Sklaverei und Kindesmissbrauch gehalten. | Leigh Vogel via Getty Images
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  • Schauspieler Ashton Kutcher spricht vor dem US-Senat über Kindesmissbrauch und Menschenhandel
  • Kutcher war als Chef der von ihm gegründeten Software-Firma Thorn eingeladen worden
  • Durch Thorn sei es im letzten halben Jahr möglich gewesen, 6.000 Opfer moderner Sklaverei zu befreien

Der Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher hat am Mittwoch im US-Senat eine emotionale Rede gegen moderne Sklaverei und Kindesmissbrauch gehalten.

Kutcher sprach dort als Chef des mit seiner Ex-Frau Demi Moore gegründeten Unternehmens Thorn. Die Firma entwickelt zusammen mit Partnern Computersoftware gegen Menschenhandel und Kinderprostitution.

Das Thema berührte Kutcher sichtlich. Bei FBI-Razzien habe er "Dinge gesehen, die niemand sehen sollte", erklärte der Hollywood-Schauspieler.

"Sie dachte, alles sei nur ein Spiel"

"Ich habe Videos von einem Kind gesehen, das im gleichen Alter war wie meine eigenen. Dieses Mädchen ist von einem amerikanischen Sextouristen in Kambodscha vergewaltigt worden", erklärte Kutcher mit Tränen in den Augen. "Sie war von ihrem Umfeld so erzogen worden, dass sie dachte, alles sei nur ein Spiel."

Kutcher erzählte zudem von einem Fall eines siebenjährigen Mädchens. Er sei von einem Team des Department of Homeland Security angerufen worden, um bei der Suche nach einem siebenjährigen Mädchen zu helfen. Material, das den Missbrauch des Kindes zeigte, sei zuvor im Dark Net kursiert.

"Ein Schauspieler und seine Organisation waren ihre letzte Chance"

"Sie wurde drei Jahre lang missbraucht. Sie hatten sie drei Jahre lang beobachtet und konnten ihren Schänder nicht finden", erklärte Kutcher. "Ein Schauspieler und seine Organisation waren ihre letzte Chance".

Das US-Außenministerium schätzt, dass weltweit 27 Millionen Menschen zu Arbeit und Sex gezwungen werden, darunter meist Frauen und Kinder.

Der zweifache Familienvater Kutcher sprach vor dem Ausschuss zudem über neue Technologie gegen Menschenhandel, schlimme Zustände in Kinderheimen und verbesserungswürdige Arbeitsbedingungen in US-Psychiatrien.

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(jg)