NACHRICHTEN
17/02/2017 08:35 CET | Aktualisiert 17/02/2017 10:37 CET

Ermittler rätseln: Frauenleiche in Frankfurt gefunden - doch keiner vermisst die Tote

DPA

  • Im August 2016 findet ein Gärtner in Frankfurt eine Frauenleiche

  • Die Tote ist vermutlich stumpfe Gewalteinwirkung ermordet worden

  • Bis heute gibt es keine Hinweise auf die Identität des Opfers

Ein Arbeiter mäht am nördlichen Rand von Frankfurt am Main, nahe einem Wasserauffang-Becken, eine Grünfläche - und macht einen grausigen Fund. Im Gras liegt eine Frauenleiche, die Tote ist zwischen 40 und 65 Jahren alt, im Oberkiefer fehlen ihr fünf Zähne, im Nacken trägt sie ein auffälliges Tattoo. Der Arbeiter ruft sofort die Polizei.

Von diesem Fall berichtet der "stern". Gefunden wurde die Frau demnach am 10. August 2016 - doch bis heute gebe es keinerlei Hinweise auf ihre Identität, so das Magazin.

Die Polizei habe demnach an der Leiche Faserspuren gesichert, auf ihrer Kleidung seien Hundehaare festgestellt worden. Papiere habe die Tote aber nicht bei sich getragen.

Spuren von stumpfer Gewalt festgestellt

Gerichtsmedizinerin Stefanie Plenzig sind diverse Operationsnarben aufgefallen, und im Bereich des Oberkörpers Spuren stumpfer Gewalt, berichtet der "Spiegel". Dem Magazin sagte sie: "Wir haben dann noch einen Zahnstatus erhoben. Falls es Hinweise gibt, können wir so Identitäten klären." Gift-Fahnder der Toxologie prüften die Leiche zudem auf Gifteinwirkungen.

Die Frankfurter Rechtsmediziner habe laut dem "stern" zudem ermittelt, dass die Frau wahrscheinlich aus Osteuropa stammte, aber schon seit längerer Zeit in Deutschland lebe. Die Frau sei nicht als vermisst gemeldet. So liege es nah im Bettler- und Obdachlosenmilieu zu ermitteln, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen dem Magazin. "Es wird aber in alle Richtungen ermittelt."

Dem Bericht nach wurde sogar eine Belohnung von 5000 Euro auf Hinweise über die Identität der Frau ausgegeben. Die Polizei vermute, dass es zwei Täter gebe. Sie hätten die Leiche in die Grünanlage geschleift.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png