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16/02/2017 22:52 CET | Aktualisiert 17/02/2017 15:32 CET

Trump versucht Uran zu erklären - und blamiert sich dabei zutiefst

Kevin Lamarque / Reuters
Das kann ja heiter werden: Trump versucht Uran zu erklären

  • Donald Trump hat vier Wochen nach seinem Amtsantritt eine Pressekonferenz gegeben

  • Es wurde vor allem eine lange Wutrede gegen die Medien

  • Doch als es um das chemische Element Uran ging, wusste der US-Präsident nicht mehr weiter

Ein Abend der im Gedächtnis bleiben wird. Nach vier Wochen hat US-Präsident Donald Trump erstmals Bilanz gezogen. Überall Erfolge, aber leider berichte niemand darüber, so die Meinung des Republikaners.

Auch deshalb wurde die Pressekonferenz zu einer 75-minütigen Kampfrede, vor allem gegen die Presse.

Zwischendurch schlug er auch auf seine ehemalige Konkurrentin ein: "Wir hatten Hillary Clinton, die Russland 20 Prozent des Urans aus unserem Land gegeben hat", setzt Trump zu einer weiteren Tirade an. Dann fragt er - sicherheitshalber: "Ihr wisst warsUran ist, oder?"

Musste Trump selbst erst im Lexikon nachschauen, um was es sich bei dem radioaktiven Metall handelt? Oder wozu diese Zwischenfrage? Das erklärte sich in den darauffolgenden Sekunden von selbst.

"Denkt an Nuklearwaffen, und andere Dinge, viele Dinge werden mit Uran gemacht. Darunter einige schlimme Dinge." Aha.

Natürlich wird Uran im militärischen Bereich genutzt, darunter ist aber auch die Kernwaffe nur eine Anwendungsart. Uran dient auch zum Antrieb mehrere US-Kriegsschiffe und Flugzeugträger und als panzerbrechende Munition.

Und nicht zuletzt wird es natürlich auch im zivilen Bereich eingesetzt, wie in Atomkraftwerken.

Kann man wissen, sollte man wissen - zumal als Staatsoberhaupt der USA. Auch interessant: Es ist nicht das erste Mal, dass Trump die Abgabe von angeblich einem Fünftel des US-Urans an Russland thematisiert. Doch wie die Fact-Checking-Website "Politifact" schreibt, ist diese Geschichte weitestgehend falsch.

(lp)

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