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16/02/2017 17:56 CET | Aktualisiert 16/02/2017 18:14 CET

8 Wege, wie du damit umgehst, wenn dein Partner keinen Sex mehr mit dir haben will

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8 Wege, wie du damit umgehst, wenn dein Partner keinen Sex mehr mit dir hat

Dass es in einer Beziehung auch Phasen ohne Sex gibt, ist völlig normal. Die Zahl der komplett sexlosen Ehe jedoch nimmt weltweit stetig zu.

Ein Artikel der "New York Times" zeigte anhand von Datenanalysen 2015, dass der Suchbegriff "sexless marriage" der am häufigsten gegoogelte Begriff für Ehepartner in dem besagten Jahr war. Der Begriff kam auf über 21.000 Google-Suchen pro Monat und schlug damit sogar noch den Suchbegriff "unhappy marriage".

Jetzt zeigt eine Studie aus Japan, dass fast 50 Prozent der verheirateten Paare in dem Land mehr als einen Monat lang keinen Sex hatten, ohne Aussicht darauf, dass sich das in nächster Zeit ändern wird.

Was also tun, wenn außer Schlaf im Bett nicht viel passiert? Wir haben mit zwei Experten darüber gesprochen - und sie geben folgende Ratschläge.

1. Denkt daran, ihr seid nicht die Einzigen.

Als erstes sollte man sich immer daran erinnern, dass viele andere Paare vor derselben Herausforderung stehen.

Sexualtherapeutin Clare Pendergast sagte der Huffington Post UK: "Studien von Relate, Marriage Care und Relationship Scotland zeigen, dass weniger als 45 Prozent der Erwachsenen in Großbritannien sich als zufrieden mit ihrem Sexualleben bezeichnen würden. 51 Prozent geben an, im vergangenen Monat keinen Sex gehabt zu haben.“

2. Findet heraus, warum ihr keinen Sex mehr habt.

Paare haben aus den verschiedensten Gründen keinen Sex mehr: Stress, eine schwache Libido, die Menopause, das Alter, wenig Selbstvertrauen und andere verwandte Ursachen, die die Sexualfunktion betreffen, können der Grund sein.

Jenny Porter, Direktorin der Klientenberatung bei der Beratungsstelle Marriage Care und Beziehungstherapeutin sagt: "Für viele Frauen kommt Sex nicht mehr infrage, wenn sie sich von ihrem Partner nicht geliebt oder vernachlässigt fühlen. Bei vielen Männern und Frauen liegt vielleicht ein körperliches Problem zugrunde, beispielsweise eine Erektionsstörung oder Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs.

Mehr zum Thema: Warum manche Paare so viel mehr Sex als andere haben

3. Ruft euch in Erinnerung, dass die Verliebtheitsphase eben nicht ewig dauert.

Pendergast erinnert Paare, die lange Zeit zusammen sind, immer wieder daran, dass jeder hin und wieder mal eine sexlose Phase durchlebt. "Am Anfang einer jeden Beziehung ist Sex so etwas Leichtes und Natürliches, es ist aufregend. Aber man muss an seinem Sexualleben arbeiten und sich Zeit für den Sex und Zärtlichkeiten einräumen, wenn man schon lange in der Beziehung ist."

4. Macht euch nicht den Druck, partout Sex haben zu müssen.

Das hört sich vielleicht kontraproduktiv an, aber viele Paare, die aus diesen Gründen eine Beratung aufsuchen, müssen ihre Probleme so angehen, dass sie sich zunächst ein Sexverbot auferlegen. Das nimmt den Druck.

Porter erklärt es so: "Man sollte versuchen, sich den Druck zu nehmen, indem man sich nicht verpflichtet fühlt, Sex zu haben. Intimität kann auch durch Kuscheln erzeugt werden oder dadurch entstehen, dass man einfach als Paar Zeit miteinander verbringt."

5. Sex ist mehr als nur Geschlechtsverkehr.

Clare Pendergast sagt: "Man sollte Sex nicht nur als reinen Geschlechtsverkehr sehen. Man kann auf so viele verschiedene Weisen miteinander intim werden und Zärtlichkeiten austauschen. Viele Paare, die keinen Sex haben, verzichten auch auf das Küssen und zärtliche Berührungen. Beim Sex dann so von Null auf Hundert zu gehen, kann für viele beängstigend sein."

"Idealerweise sollte man sich wieder schrittweise nähern. Entdeckt den Körper des Partners gegenseitig wieder neu. Wenn der Sex schon eine Weile zurückliegt, dann ist es vielleicht wieder wie das erste Mal, weil der Mensch sich laufend verändert. Was uns in unseren Zwanzigern erregt hat, erregt uns in unseren Fünfzigern wahrscheinlich nicht mehr."

6. Fragt euch selbst, ob ein Leben ohne Sex für euch befriedigend ist.

Auch wenn eine sexlose Phase in der Beziehung in Ordnung sein mag, sollte man sich dennoch fragen, ob das auf lange Sicht vielleicht zu einem Problem werden könnte.

Clare Pendergast erklärt: "Manche Menschen in sexlosen Ehen sind auch ohne Sex zufrieden. Für andere aber kann sich der Verzicht auf Sex auf das emotionale Wohlbefinden und auf die Beziehung als Ganzes auswirken."

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7. Kommuniziert ehrlich miteinander.

Clare Pendergast sagt dazu: "Die Kommunikation ist der Schlüssel. Man muss sich Zeit zum Reden und Zuhören nehmen. Ausgehen, Spaß haben, man muss sich Zeit für einander nehmen. Wenn beide Parteien sich verstanden und gehört fühlen, dann steigt die Intimität und damit auch der Wunsch, Sex miteinander zu haben."

8. Lasst euch nicht von dem einschüchtern, was ihr in den Medien lest.

"In vielen Artikeln ist die Rede davon, wie oft das 'durchschnittliche' Paar Sex hat. Das kann enormen Druck auf Paare ausüben und ihnen das Gefühl vermitteln, nicht normal zu sein. In Beziehungen aber gibt es keine Norm. Jedes Paar ist einzigartig und braucht unterschiedlich oft Sex", so Porter.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post UK und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)

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