Streit spitzt sich zu: Putin ist offensichtlich genervt von US-Präsident Trump

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Streit spitzt sich zu: So genervt ist Putin von US-Präsident Trump | Mikhail Svetlov via Getty Images
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  • Wladimir Putin ist genervt vom Hin und Her der US-Regierung
  • "Wir verlieren Zeit", verkündete Putins Sprecher in Moskau
  • Der Kreml pocht auf einen schnellen Beginn der Verhandlungen über eine verbesserte Zusammenarbeit

Russlands Präsident Wladimir Putin will eine "Normalisierung der Beziehung" zur USA erreichen. Gleichzeitig drückte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau seine Unzufriedenheit mit dem Handeln des US-Präsidenten Donald Trump aus.

Es gebe im Verhältnis beider Länder derzeit "viele Probleme". Statt diese zu lösen, würde man momentan jedoch "Zeit verlieren“. Die russische Regierung hoffe immer noch darauf, dass der "Prozess zum Aufbau normaler Beziehungen" früher oder später beginnen werde.

Streitpunkt Militärkooperation

Es ist dem russischen Präsidenten anzumerken, dass die jüngsten kritischen Aussagen Trumps ihn verärgert haben. In der Vergangenheit hatte sich der Kreml stets sehr wohlwollend zum republikanischen US-Präsidenten geäußert.

Trump hatte am Dienstag mit überraschend strengen Worten gegenüber Putin für Aufregung gesorgt. Der US-Präsident forderte seinen russischen Amtskollegen auf, die besetzte Krim an die Ukraine zurückzugeben und sich in der Ostukraine um Entspannung zu bemühen.

Der neue US-Außenminister Rex Tillerson bestätigte diesen Kurs am Donnerstag. Die USA erwarteten von Russland, dass es sich für eine Entspannung der Lage in der Konfliktregion Ukraine einsetze, erklärte Tillerson am Donnerstag nach seinem ersten Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Bonn.

Putin fordert "Wiederbelebung des Dialogs"

Putin fordert trotzdem eine "Wiederbelebung des Dialogs" zwischen dem russischen und den US-Geheimdiensten. Der Kreml-Chef sagte in einer Rede beim Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau, es gebe ein "gegenseitiges Interesse" an einem besseren Austausch.

Kritiker warnen derweil vor einer US-Kooperation mit Russland. Das britische Wirtschaftsmagazin "The Economist" argumentierte in seiner jüngsten Ausgabe: "Amerikanische und russische Soldaten können nicht einfach Seite an Seite arbeiten. Ihre Systeme funktionieren nicht zusammen. Damit sie das tun, müsste das Pentagon militärische Geheimnisse preisgeben, für deren Bewahrung es ein Vermögen ausgibt."

(mf)

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