Hochansteckendes Baby in Berliner Klinik eingeliefert - wer hatte mit dem Kind Kontakt?

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In ein Klinikum in Berlin wurde ein Säugling mit hochansteckenden Masern eingeliefert. | South_agency via Getty Images
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  • Ein mit Masern infizierter Säugling ist in ein Berliner Klinikum eingeliefert worden
  • Das Gesundheitsamt sucht nun Menschen, die Kontakt zu dem Baby hatten

Masern sind hochansteckend und keine reine Kinderkrankheit. Das mussten jetzt auch Mitarbeiter des Klinikums in Berlin-Buch am eigenen Leib erleben.

Nachdem ein neun Monate alter Säugling mit dem Masern-Virus eingeliefert worden war, infizierten sich auch mehrere Mitglieder des Klinikpersonals.

"Wir sind inzwischen sicher, dass das Baby Masern hatte. Während seines Aufenthalts in der Kinderklinik war es hochansteckend", sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Patrick Larscheid der "Berliner Morgenpost".

Wer stand in Kontakt mit dem Baby?

Inzwischen konnte die Eltern das Baby wieder mit nach Hause nehmen. Doch um weitere Ansteckungen zu vermeiden, sucht das Gesundheitsamt Pankow jetzt nach Menschen, die Kontakt zu dem Säugling hatten.

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Gesundheitsamtschef Patrick Larscheid geht davon aus, dass 20 weitere Personen infiziert sein könnten. Auch Angehörige der Menschen, die in Kontakt zu dem Kind standen, könnten sich angesteckt haben.

Mit neun Monaten ist das Baby aus Reinickendorf noch nicht im impffähigen Alter. "Umso wichtiger wäre es", so Larscheid, "dass potenzielle Kontaktpersonen geimpft sind." Nur so kämen die Säuglinge nicht in Gefahr.

Masern-Welle steht derzeit nicht zu befürchten

Aktuell sind in Berlin 17 Menschen mit Masern infiziert. Von einer erneuten Masern-Welle, wie sie im Februar 2015 eintrat, kann damit noch keine Rede sein. Damals waren 473 Fälle der Krankheit gemeldet worden.

Doch auch in anderen Städten wird vor Ansteckung gewarnt. Das Gesundheitsamt in Leipzig etwa rät den Bürgern derzeit, sich gegen Masern impfen zu lassen.

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(lk)

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