Bill und Melinda Gates warnen vor drohender Finanzierungslücke, die viele Menschen treffen könnte

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Im November 2016 wurden Melinda und Bill Gates vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama mit der

Der reichste Mann der Welt und seine Ehefrau sind entsetzt über die Action-Politik des neuen US-Präsidenten. Der Microsoft-Gründer Bill Gates (61) und seine Frau Melinda (52) befürchten, dass die jüngsten Maßnahmen von Donald Trump (70) Millionen von Frauen in den ärmsten Ländern der Welt ins Verderben stürzen.

Trump streicht sämtliche Mittel

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Trump hatte als eine seiner ersten Amtshandlungen sämtliche Mittel gestrichen, mit denen die US-Regierung als weltweit größter Geldgeber die Familienplanung und Frauengesundheit in Entwicklungsländern fördert. Dieser Beschluss gefährdet massiv die Ziele der Stiftung von Bill und Melinda Gates.

Die Bill & Melinda Gates Foundation, der auch der US-Milliardär Warren Buffett (86) einen großen Teil seines Vermögens überschrieben hat, gilt mit einem Kapital von über 43 Milliarden Dollar als größte Stiftung der Welt. Sie hat sich die Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria, HIV, Kinderlähmung und Typhus, die Gesundheit von Frauen und Kindern sowie Verhütungsmöglichkeiten und Geburtenkontrolle in der Dritten Welt zur Aufgabe gemacht.

"Regierungsgelder können nicht durch Philanthropie ersetzt werden"

In einem Brief an das Stiftungsmitglied Warren Buffett schreiben Bill und Melinda Gates, ihre Stiftung könne durch die Anordnung Trumps die drohende Finanzierungslücke nicht überbrücken: "Die USA sind der Hauptgeldgeber in diesem Bereich. Regierungsgelder können nicht durch Philanthropie ersetzt werden."

Laut "Süddeutscher Zeitung" habe Bill Gates im vergangenen November mit Trump telefoniert und ihn im Dezember in New York getroffen. Der seinerzeit noch designierte Präsident habe sich durchaus für das Thema der Ausrottung von Kinderlähmung interessiert. Der Umfang des nunmehr von Trump verfügten Förderstopps sei damals nicht absehbar gewesen.

Der Beschluss des Präsidenten, den er gleich an seinem ersten Amtstag im Weißen Haus verfügt hatte, könnte "eine Lücke reißen, die auch eine Stiftung wie unsere nicht füllen kann", befürchtet das Ehepaar Gates.

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