Streit um Grenzen: AfD fordert, dass die Deutschlandkarte der "Heute"-Nachrichten geändert wird

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Die AfD stört sich an der Karte der "heute"-Nachrichten | ZDF
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  • Die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus stört sich an der Deutschlandkarte der "Heute"-Nachrichten
  • Das berichtet die "Berliner Zeitung"
  • Die Partei fordert demnach die "geographische Erkennbarkeit" Deutschlands auf der Karte der Nachrichtensendung

Die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat sich über eine Grafik der "Heute"-Nachrichten beschwert. Das berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf die dpa.

Die Fraktion stört sich demnach daran, dass in den "Heute"-Nachrichten oft eine Europa-Karte weitgehend ohne Landesgrenzen zu sehen ist. Sie forderte nun "die geographische Erkennbarkeit der Bundesrepublik Deutschland durch weiteres Einblenden der Deutschlandkarte innerhalb Europas".

Ginge es nach dem Willen der AfD, soll der Senat über den ZDF-Fernsehrat bewirken, dass dieser Wunsch umgesetzt werde, berichtet die Zeitung. Zur Begründung hieß es, der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe einen Bildungsauftrag.

AfD besteht auf Grenzen im ZDF-Format

"Solange die Eigenstaatlichkeit der Bundesrepublik gegeben ist, muss in einer deutschen Nachrichtensendung des ÖR auch gewährleistet werden, dass die Fernsehzuschauer, insbesondere auch die nachwachsenden Generationen, die aktuelle geographische Gestalt des eigenen Landes vor Augen haben", zitiert die dpa einen Sprecher der AfD.

Das ZDF wehrte sich laut dpa bereits gegen die Vorwürfe der geografischen Inkorrektheit. Ein Sprecher sagte am Donnerstag, das seit 2009 gängige Design der ZDF-Nachrichtensendungen trage dazu bei, Nachrichtenthemen "visuell variantenreich" aufbereiten zu können.

"Die Kartenanimation in der 'Heute'-Sendung ist eine diesem Design entsprechende Adaption ohne politische Aussage. Das wird von den Zuschauern auch als solche erkannt."

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(lp)

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