Chef der Sicherheitskonferenz: "Hören Sie auf zu twittern, Mr. President"

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ISCHINGER
Wolfgang Ischinger, der Chef der Münchener Sicherheitskonferenz | Florian Gaertner via Getty Images
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  • Der Chef der Münchener Sicherheitskonferenz gibt Donald Trump einen Rat
  • Der US-Präsident solle mit dem Twittern aufhören

Am Wochenende startet die Münchner Sicherheitskonferenz. Deren Chef Wolfgang Ischinger gibt US-Präsident Donald Trump im Vorfeld schon einmal einen guten Tipp: Er solle das Twittern einfach mal sein lassen.

"Wer so pöbelt, wie dieser Präsident das gegenüber Medien, Justiz und eigenen Geheimdiensten tut, der schadet seiner eigenen Berechenbarkeit und seinem Team. Hören Sie auf zu twittern, Mr. President", sagte Ischinger der "Bild" Zeitung.

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Statt Berechenbarkeit in der Außenpolitik sei mit dem neuen Präsidenten "maximale Unsicherheit" entstanden. "Er sagte, er will ein ganz neues Verhältnis zu Russland, jetzt fordert er, Russland soll die Krim an die Ukraine zurückgeben."

"Trump muss eine Linie finden und auf ihr bleiben", so Ischinger. Der Ex-Diplomat übte scharfe Kritik an der Fähigkeit der Mitarbeiter in Trumps Stab. Das höchste Gut in der Außenpolitik sei Vertrauen und Berechenbarkeit, so Ischinger.

"Wenn eine Persönlichkeit wie der US-Päsident sich mit Personen umgibt, die das stärken, ist das die halbe Miete. Wenn man sich aber mit Personen umgibt, deren Auftreten mehr Fragen als Antworten geben, dann gehen Berechenbarkeit und Vertrauen verloren

Das politische Washington erfordere eine hohe Handwerkskunst, wenn man konkrete Entscheidungen umsetzen möchte. "Trump braucht Handwerkskünstler", so Ischinger.

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(jg)

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